2.1 Lernen und Unterricht

Viele dieser Leitideen zur Schulgründung konnten bereits im Gründungsjahr umgesetzt werden:

2.1.1 Lernen im Ganztag

Montags, mittwochs und donnerstags findet verbindlicher Nachmittagsunterricht statt. An diesen Tagen haben alle SuS die Möglichkeit, ein gesundes, warmes Mittagessen zu sich zu nehmen. Die einstündige Mittagspause gliedert sich in 30 Minuten Essenszeit und 30 Minuten individuelle Freizeit mit wechselnden Angeboten. Es gibt Sport-, Spiel-, Lese-, Bastel- und Handarbeitsangebote in ansprechenden Räumlichkeiten an beiden Standorten. Die Betreuung haben Mitarbeiterinnen des SKF[7] übernommen.[8]

 

Für alle SuS verpflichtend finden in den Jahrgängen 5-7 drei und in den Jahrgängen 8-10 zwei Lernzeitstunden pro Woche statt, in denen die SuS z. T. in möglichst kleineren Lerngruppen ihre Aufgaben, aber auch weitere Lernmaterialien bearbeiten. Fachlehrer_innen, besonders in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch, sowie Klassenlehrer_innen betreuen die Lerngruppen und geben bei Bedarf individuelle Hilfestellungen. Weitere Informationen hierzu im Abschnitt „2.1.2 Lernzeit“.

 

Möglichst viele Stunden werden in Doppelstunden unterrichtet, so dass innerhalb eines Tages möglichst wenig Fächerwechsel stattfindet.

 

Im Schuljahr 2017/18 wurde das Projekt „Schüler helfen Schülern“ ins Leben gerufen. Organisiert von einer Lehrkraft, mit Unterstützung des SKF, bieten SuS der höheren Jahrgänge an beiden Kurztagen schulintern Nachhilfe an.

 

[7] SKF = Sozialdienst Katholischer Frauen

[8] S. Anhang, „Systemübersicht der Mittagsbetreuung“

2.1.2 Lernzeit

Die LuL verpflichten sich, den SuS einen Unterricht anzubieten, der auf unterschiedlichen Anforderungsniveaus allen SuS einen sinnvollen Zugang zu Lerninhalten ermöglicht und sie beim Lernen zu unterstützen. Sie lehren die SuS das eigenständige und selbstverantwortliche Lernen und unterstützen sie beim Lernen lernen. Gleichsam tragen auch die SuS Verantwortung für ihren Schulerfolg.

 

Vorbereitung und Ablauf von Lernzeit-Stunden im Rahmen des Ganztags

Besonders die SuS der jeweils neuen fünften Klassen werden an die LZ herangeführt. Sie werden dabei unterstützt, sich in ihrer festen LZ-Gruppe mit den von der Schule vorgegebenen Regeln (Organisation, inhaltliche Strukturierung, Verhalten) vertraut zu machen. Hier bieten die betreuenden LuL verstärkt Hilfe an und üben Rituale ein.

 

Die von einer Lehrperson beaufsichtigte LZ gliedert sich wie folgt:

 

Erledigung von Lernzeitaufgaben

In den Lernzeitstunden sind zunächst die von Fachlehrern gestellten Aufgaben zu erledigen. SuS notieren hierzu am Ende des Unterrichts die Lernzeitaufgaben im Schulplaner. Die Bearbeitung erfolgt in der Regel in Einzelarbeit.

 

Dieses "gesteuerte" Lernen soll eine Festigung, Vertiefung und Förderung der Basiskompetenzen innerhalb der Fachthemen sichern.

 

Langfristiges Ziel ist, die SuS zur Selbstständigkeit zu erziehen. Dazu gehört, dass die SuS lernen, den Schulplaner zuverlässig zu führen und ihr Lernen so zu organisieren.

 

Die LZ ersetzen weitgehend die Hausaufgaben.

 

Die Aufgaben, die in den Lernzeitstunden nicht erledigt wurden, sind nur dann zu Hause fertig zu stellen, sofern dies im Einklang mit dem Hausaufgabenerlass steht.

 

Die genaue Organisation über Fächer- und Zeitzuordnung obliegt der Jahrgangs- oder Klassenkonferenz.

 

Die LuL achten bei der Zuteilung der Aufgaben auf Art und Umfang. Ziel: Alle SuS schaffen die ihnen individuell erteilten Aufgaben während der LZ.

 

Fehlende Aufgaben werden im Schulplaner kurz vermerkt, den die Eltern am Wochenende unterschreiben. Wenn mehrmals Aufgaben nicht erledigt worden sind, erhalten die Eltern eine zusätzliche Mitteilung darüber. SuS, die ihre Aufgaben regelmäßig erledigen, können mit einem positiven Vermerk/Stempel belohnt werden.

 

Dieses System spart Zeit, Platz und ist für alle (SuS, Eltern, LuL) transparent.
(einheitliche Standards)

 

Optionalbereich
Schüler, die ihre Aufgaben bereits erledigt haben, können aus den folgenden zusätzlichen Aufgaben auswählen:

  • Arbeit mit LZ-Material (in allen Klassenräumen steht Fördermaterial bereit)
  • Arbeit an einem frei gewählten Thema (unter Anleitung der Lehrkraft)
  • Lesen eines Buches in deutscher, englischer, französischer oder niederländischer Sprache
  • Lernen von Vokabeln
  • Arbeit am Wochenplan Mathematik, Englisch etc.
  • Individuelles Rechtschreibtraining, z.B. mit dem Arbeitsheft Deutsch

 

Ablauf / Struktur / Organisation

  • Die LZ beginnt gemeinsam. Sie endet auch gemeinsam.
  • Die erste grundlegende Regel ist: Jeder arbeitet an etwas Sinnvollem in der LZ.
  • Die zweite grundlegende Regel ist: Jeder arbeitet so, dass andere nicht gestört werden.
  • Partnerarbeit und Gruppenarbeit sind möglich, solange die beiden grundlegenden Regeln eingehalten werden.
  • Es wird überwiegend in Stillarbeit gelernt.
  • Die LZ-Stunden finden, wenn möglich, in „offenen Klassenräumen“[9] statt.

 

Zeitliche Struktur / Phasen der LZ
Begrüßung und Überprüfung der Anwesenheit der SuS (durch LuL)

  • Eingangsphase
    Klärung/ Absprachen über Lernzeitaufgaben;
    Organisation der Arbeitsmaterialien (Schulplaner, Hefte, Bücher, Lernaufgaben, Kopien, Lernzeitordner und -mappen)
  • Stillarbeitsphase
    In der Stillarbeitsphase herrscht im Klassenraum Ruhe.
    Bei Fragen werden die LuL per Handzeichen/Lerndreieck informiert.
  • Abschlussphase
    Die Materialien werden zurückgestellt; evtl. die ursprüngliche Sitzordnung wiederhergestellt. Die LZ wird durch LuL beendet.
  • LZ ist Unterrichtszeit.
  • Essen und Musikhören sind nicht erlaubt.
  • Aufgaben werden selbstständig erledigt.
  • Das eigenständige Verlassen des Klassenraums ist nicht erlaubt.
  • Die Mitarbeit in den LZ wird im Schulplaner dokumentiert (Smileys, +/-).

 

Inhaltliche Organisation

  • SuS arbeiten an ihren Aufgaben
  • In einem zusätzlichen Materialpool sind Aufgaben zur Übung und Vertiefung verfügbar (LZ-Mappen).
  • In den Unterrichtsräumen stehen Ordner mit Förder-/Fordermaterial bereit. Alle LuL, die in den LZ eingesetzt sind, stellen Material zur Verfügung.
  • SuS arbeiten neben den aktuellen Aufgaben an sogenannten Bausteinen, die sie über mehrere Stunden fertigstellen (Beispiel Wochenplan u./o. individuelle Aufgaben aus dem LZ-Ordner / „Lies ein Buch bis Weihnachten“.) Diese zusätzlichen Aufgaben werden erst begonnen, wenn die Aufgaben aus dem Unterricht erledigt sind. (Es stehen Lösungsordner zur Selbstkontrolle bereit.)
  • SuS arbeiten mit Checklisten, die sie z. B. zur Vorbereitung einer Klassenarbeit erhalten haben, bzw. an der Berichtigung. Was konnte ich gut? Wo sind noch Lücken? Welche Übungen muss ich wiederholen?
    Vorteil: Die Unterrichtsstunde wird entlastet, da eine „langatmige“ Berichtigung entfällt und alle SuS individuell an konkreten Inhalten gefördert werden. Diese Vorgehensweise ist für Eltern und SuS transparent.
  • SuS, die gut gearbeitet haben und dennoch nicht alle Aufgaben erledigen konnten, werden nicht sanktioniert. Es erfolgt ein Vermerk im Schulplaner.
  • Für Fremdsprachen und auch für Klassenarbeiten muss zusätzlich zu Hause gelernt werden.
    Selbstverständlich darf auch zusätzlich zu Hause zur Vor- und Nachbereitung des Unterrichts gearbeitet und geübt werden.

 

Ziele für dieses Schuljahr 2019/20

  • Die LuL für sonderpädagogische Förderung fördern gezielt in den Bereichen Deutsch, Mathematik, Englisch, Methodenlernen und Soziales Lernen.
  • Die Selbstständigkeit der SuS wird weiter gefördert. Ältere und erfahrene SuS werden darin bestärkt, noch mehr eigenverantwortlich zu arbeiten.
  • Intensivere Nutzung des Schulplaners als Mittel der Selbsteinschätzung (Formulierung und Evaluation eigener Ziele) und zur Vorbereitung auf z.B. Förderplangespräche.
 

[9] Die Türen stehen nach Möglichkeit offen. Ein Wechsel der Lernzeitgruppen soll so – nach Absprache  - erleichtert und der Unterschied zum regulären Unterricht verdeutlicht werden.

2.1.3 Fachbereiche[10]

Vor Beginn des Schuljahres erstellen alle Fachschaften schulinterne Lehrpläne, die allen LuL, SuS, und Eltern in einer kurz gefassten Jahresplanung zur Verfügung gestellt werden. Thematisch aufeinander bezogene fachübergreifende Themen werden mit gleicher Farbe markiert. Auf diese Weise sind nicht nur alle Kolleg_innen, Eltern, SuS über alle anstehenden Themen informiert, sondern es wird auch fächerübergreifendes Unterrichten unterstützt. Die Jahrespläne hängen in den Klassenräumen aus und werden auf der Homepage veröffentlicht.

 

Klassenarbeiten werden in der Regel von der Fachschaft gemeinsam erstellt und nach einem einheitlichen Bewertungsraster bewertet. Die Termine für alle Klassenarbeiten werden zu Beginn eines Halbjahres zentral festgelegt und allen Beteiligten im Sinne der Transparenz und Planungssicherheit bekannt gegeben.

 

Die Fächer Gesellschaftslehre und Naturwissenschaften werden in den Jahrgängen 5 und 6 integriert unterrichtet.

 

Im Fach Mathematik dient jede Klassenarbeit zur Diagnose des jeweiligen Lernstandes im Fach Mathematik. Die Klassenarbeiten werden nach verschiedenen Förderbereichen ausgewertet, sodass die SuS einerseits eine Rückmeldung zum Leistungsstand in jedem Förderbereich bekommen und andererseits Übungsmaterialien, die individuell auf der Auswertung der Klassenarbeit zusammengestellt sind. Diese fachbezogenen Förderpläne bekommen die SuS sowie deren Eltern schriftlich mit der korrigierten Klassenarbeit. Vorbereitet werden die Klassenarbeiten mittels Checklisten.

 

Im Fach Englisch arbeiten die SuS auch mit Hilfe von Wochen- oder Freiarbeitsplänen. Vor Klassenarbeiten überprüfen sie anhand von Checklisten, ob sie die erforderlichen Fähigkeiten erlernt haben. Im Fach Englisch besteht bei ausreichender Nachfrage im AG-Bereich die Möglichkeit zur Teilnahme an einem bilingualen Angebot. In den Lernzeitstunden und in den Mittagspausen besteht, neben dem üblichen Angebot, die Möglichkeit, englische Lektüre zu lesen.

 

[10] Für weitere Informationen s. die schulinternen Lehrpläne der einzelnen Fächer.

2.1.4 Arbeitsgemeinschaften

Die Arbeitsgemeinschaften werden im Jahrgang 5 und 6 mit zwei Wochenstunden im Rahmen des verpflichtenden Ergänzungsunterrichts angeboten. Die konkreten AG-Angebote können sich im Laufe der Schuljahre wandeln, dennoch sollen die unterschiedlichen Lernbereiche abgedeckt werden.

 

In den Arbeitsgemeinschaften werden insbesondere die Stärken der SuS gefördert:

Lernbereich: Eine Auswahl der bisher angebotenen AGs:
Sprachen Englisch bilingual, Französisch, Niederländisch, Spanisch
Musisch-künstlerisch Musik-AG (Rhythmus/Tanz bzw. Gitarre/Schlagzeug/Keyboard), Kunst-AG, Schreibwerkstatt-AG/Schülerzeitung-AG, Lese-AG
Sport Fußball-AG, Fecht-AG, Mountainbike-AG
Handwerklich Technik-AG, Modellbau-AG, Koch-/Back-AG
NW Naturwissenschaftliche AG "Kleine Forscher", Grüne Schule
Interkulturell Südamerika-AG, AG Heimatgeschichte, Streitschlichtung

Im Bereich des lebenspraktischen Lernens werden im Hinblick auf die Förderung von SuS mit besonderem Förderbedarf verstärkt AGs in diesem Bereich angeboten.

In den Jahrgängen 9 und 10 wählen alle SuS, die kein Niederländisch belegen, je 2 AGs aus den Bereichen „lebenspraktisches und soziales Lernen“. Die AGs bereiten die SuS u.a. auf die Berufs- und Arbeitswelt vor.

Lernbereich: Eine Auswahl der angebotenen AGs:
Lebenspraxis Umgang mit word und excel
Soziales Lernen

AG Generationen

Interkulturelle Begegnungen

2.1.5 Fremdsprachenkonzept

Das Fach Englisch wird ab Klasse 5 für alle SuS verbindlich unterrichtet.

 

Französisch oder Niederländisch ist zukünftig wählbar ab der 7. Klasse (im Zuge von G9).

 

Das Fach Niederländisch kann ab der 8. und zukünftig ab der 9. Klasse (G9) als zweite oder dritte Fremdsprache dreistündig erlernt werden. Die Partnerschaft mit einer Schule in den Niederlanden wird weiterhin gepflegt.

 

Im Rahmen der Angebotsfahrten im Jahrgang 8 (s. 2.1.10) werden zz. auch Fahrten nach England und/oder Frankreich angeboten.

2.1.6 Leistungskonzept

Wir LuL an der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen sehen es als unsere Aufgabe an, die bei uns lernenden SuS auf ihrem Weg zu selbstständig denkenden und kompetent handelnden jungen Menschen zu begleiten, zu unterstützen und auf eine erfolgreiche Tätigkeit in der Berufs- und Arbeitswelt vorzubereiten. Um diesem Ziel gerecht zu werden, verstehen wir unsere Schule sowohl als Ort der fachlichen Wissensvermittlung als auch als einen Raum, in dem Kinder gemeinsam leben und miteinander lernen.

 

Schule ist ein Ort des Lernens: Das Vermitteln von Kenntnissen, Fähigkeiten und Kompetenzen ist (neben der Erziehung) die Kernaufgabe jeden Unterrichts. Gleichzeitig werden an der Schule Leistungen aber auch gezielt eingefordert, um sie zu bewerten. Die bekannteste Form dieser Überprüfung ist die Klassenarbeit oder Klausur.

 

Die Bedeutung eines pädagogischen Leistungsverständnisses, das Anforderungen mit individueller Förderung verbindet, und daraus resultierende Konsequenzen für die Leistungsbewertung sind in den Kernlehrplänen dargestellt.

 

Die SuS erhalten individuelle Rückmeldungen über ihre Lernentwicklung und den erreichten Kompetenzstand. Lernerfolge und -schwierigkeiten werden mit Anregungen zum zielgerichteten Weiterlernen verbunden.

 

Förderplangespräche finden in den Jahrgängen 6, 8 und 9 in allen Klassen in festgelegten Zeiträumen mit allen SuS und Eltern statt. Nach Absprache können individuell weitere Gespräche vereinbart werden.

 

Das Leistungskonzept unserer Schule verfolgt dabei zwei wichtige Ziele:

  • Zum einen soll die Leistungsbewertung dem Lernenden, aber auch der Lehrkraft (und den Eltern) Aufschluss über den Lernprozess geben. Hier steht die Frage im Mittelpunkt, inwiefern bestimmte Lernziele zu bestimmten Zeitpunkten erreicht wurden.
  • Zum anderen legt das Ergebnis der Leistungsüberprüfung auch eine Grundlage für die weitere Förderung der SuS.

 

Beim Werten von Schülerleistungen werden Lernleistungen und -erfolge über Punktesysteme und in den Fachkonferenzen festgelegte Bewertungskriterien beurteilt. Es werden dabei die Kompetenzen und Lerninhalte zugrunde gelegt, die im Unterricht auch vermittelt wurden. Dabei stellen die SuS ihre Sach-, Handlungs-, Urteils- oder Methodenkompetenz unter Beweis.

 

SuS erbringen dabei Leistungen in vielen verschiedenen Zusammenhängen. Insgesamt werden Leistungen in zwei großen Beurteilungsbereichen erbracht: den schriftlichen Arbeiten und den „Sonstigen Leistungen“ im Unterricht.

 

Für jedes Unterrichtsfach sind diese beiden Bereiche noch einmal genauer unterteilt. Die Gewichtung der einzelnen Leistungen wird von den Fachschaften ebenfalls vorgenommen und in den jeweiligen fachspezifischen Leistungskonzepten festgehalten.

 

Über die Beurteilungskriterien und die zu erbringenden Leistungen informieren die Fachlehrer die SuS ihrer Klassen bzw. Kurse zu Beginn des Schulhalbjahres. Außerdem geben die LuL den SuS in regelmäßigen Abständen Rückmeldung über deren derzeitigen Leistungsstand, um ihnen Orientierung auf ihrem Lernweg zu geben. Dies geschieht z. B. in Form persönlicher Gespräche, im Rahmen des Elternsprechtags, des Unterrichts oder der Förderplangespräche.

 

Die Bewertung von Leistungen erfolgt in der Regel in Form von Noten (Ausnahme AG-Stunden). Bei schriftlichen Arbeiten können die Lehrkräfte die Noten durch zusätzliche erläuternde Bemerkungen ergänzen.

 

Zeugnisse können neben den Noten für die einzelnen Fächer auch Bemerkungen zu außerschulischen Aktivitäten enthalten.

 

In unserer Schule haben SuS auch außerhalb von Unterricht die Möglichkeit, ihre Leistungen unter Beweis zu stellen. So können z. B. die SuS am Känguru-Wettbewerb der Mathematik oder am BIG Challenge-Wettbewerb im Fach Englisch teilnehmen.

 

SuS unserer Schule nehmen auch an verschiedenen Sportwettkämpfen teil und erlangen Medaillen und Urkunden. Neben der Selbstbestätigung, die die Schüler durch die Teilnahme an diesen Aktivitäten erlangen, erhalten sie auch schriftliche Nachweise über diese besonderen Leistungen, die ihnen z. B. in Form von Urkunden zu den Schulzeugnissen ausgehändigt werden.

 

Die rechtlich verbindlichen Grundsätze der Leistungsbewertung sind im Schulgesetz (§ 48 SchulG) sowie in der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Sekundarstufe I (§ 6 APO - SI) dargestellt. Demgemäß sind bei der Leistungsbeurteilung von SuS erbrachte Leistungen in den Beurteilungsbereichen „Schriftliche Arbeiten“, „Sonstige Leistungen im Unterricht“ sowie die Ergebnisse zentraler Lernstandserhebungen angemessen zu berücksichtigen.

  • Die Fachkonferenzen haben für alle Fächer Grundsätze zur Leistungsbewertung festgelegt.
  • Alle Beteiligten kennen die vereinbarten Grundsätze zur Leistungsbewertung, die z. B. den SuS zu Beginn eines Schuljahres durch die Fachlehrer_innen mitgeteilt werden.
  • Die Lehrkräfte der Schule halten sich an die Grundsätze zur Leistungsbewertung.
  • Die Schule honoriert besondere Leistungen der SuS. Ein jahrgangsübergreifendes Konzept wird hierzu noch in den Teams erarbeitet.

Die Kriterien der Leistungsbewertung im inhaltlich-fachlichen Lernbereich werden von den einzelnen Fachkonferenzen auf Grundlage der Kern- und schulinternen Lehrpläne sowie der oben festgelegten Leitlinien beschlossen.[11]

 

[11] S. Allgemeines Leistungskonzept bzw. Fachspezifische Leistungskonzepte in der Langfassung

2.1.7 Methodentraining

Das Methodencurriculum für die Sekundarschule Kreuzau/Nideggen sieht wie folgt aus:

 

Die Kernlehrpläne der Fächer benennen ausdrücklich Kompetenzen, die die Schule vermitteln soll: Personale Kompetenz, Sozialkompetenz, Methodenkompetenz und Fachkompetenz. Sie weisen darauf hin, dass LuL SuS zum selbstständigen Erwerb von Fähigkeiten, Kenntnissen und Verhaltensdispositionen anregen sollen. Dazu benötigen die SuS geeignete Lern- und Arbeitstechniken, die auch über die Schulzeit hinaus von Nutzen sind und z. B. im Berufsleben Anwendung finden.

 

Ein verbindliches Methodencurriculum vereinfacht die Arbeit sowohl der Lehrenden als auch der Lernenden an unserer Schule. In jedem Halbjahr gibt es einen methodischen Schwerpunkt. Prinzipiell kann die Einführung in allen Fächern erfolgen. Pro Halbjahr und Schwerpunkt übernimmt ein Fach die Verantwortung für die Einführung der Methode, dies wird zwischen den Fachkonferenzen und den Jahrgangsteams abgesprochen. Die Einführung, Vertiefung und Pflege wird jeweils an ein Unterrichtsvorhaben geknüpft und nach einem Durchgang (sechs Schuljahren) von den Fachkonferenzen in Zusammenarbeit mit den Jahrgangsteams evaluiert.

 

Der im Folgenden verwendete Begriff Methoden meint auch Lern- und Arbeitstechniken, die die SuS zur selbsttätigen Planung und Steuerung ihres eigenen Lernens befähigen sollen. Der Prozesscharakter eines solchen Methodencurriculums ist zu betonen; die Erfahrungen in der praktischen Umsetzung sollten sich auf die Fortschreibung des Methodencurriculums auswirken.

Grundgedanken

  1. Das Methodencurriculum wird stufen - und fachspezifisch geplant und abgestimmt.
  2. Alle eingeführten Methoden werden kontinuierlich im Schuljahr und den folgenden Jahren angewendet und gefestigt (vom Leichten zum Schweren, vom Einfachen zum Komplexen).
  3. Nach Einführung einer Methode soll diese regelmäßig nach einheitlichen Schrittfolgen angewendet werden (spiralcurricularer Aufbau, altersgemäße Inhalte, Vermittlung von kleinen Portionen, ständiges Wiederholen und Vertiefen)
  4. Abstimmung in den Fachschaften und Jahrgangsteams (fächerübergreifender Ansatz)
  5. Das Konzept ist handlungsorientiert (SuS lernen durch eigenes Handeln)
  6. Dokumentation im Klassenbuch
  7. Der verbindliche Plan gewährleistet, dass auf bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten zurückgegriffen werden kann.

 

Übersicht

 

Teil A: Lern- und Arbeitstechniken

  1. Arbeits-, Zeit- und Lernplanung
  2. Informationen beschaffen
  3. Informationen erfassen
  4. Informationen verarbeiten
  5. Informationen aufbereiten

Teil B: Kommunikationstechniken

  1. Frei sprechen
  2. Miteinander reden
  3. Argumentieren und überzeugen
  4. Vortragen und präsentieren

Teil C: Soziale Fähigkeiten

  1. Sozialformen
  2. Soziales Miteinander

 

Themenschwerpunkte in den Jahrgängen

 

Jg. 5. Miteinander reden / Gedanken ordnen und visualisieren

  • Heftführung/Heftgestaltung/Schriftbild
  • Schulplaner führen
  • Klassenarbeiten vorbereiten und durchführen
  • Lernzeit sinnvoll gestalten
  • Auswendig lernen/Lernkartei/Wörter lernen
  • Einzel- /Gruppenarbeit „Think-Pair-Share“
  • Stationenarbeit

Jg. 6. Texte lesen / Ergebnisse präsentieren

  • Unterstreichen/Markieren/Strukturieren
  • Rollenspiel
  • Arbeiten mit Nachschlagewerken
  • Wiederholen/Effektives Üben
  • Zeitplanung

Jg. 7 Texte lesen / Ergebnisse präsentieren

  • Mindmapping
  • Informationsbeschaffung
  • Visualisieren im Klassenraum
  • Lesetechniken/Umgang mit Texten
  • Freies Sprechen/ Vorträge üben

Jg. 8 Projektarbeit

  • Projektarbeit
  • Zeitplanung / Selbstüberprüfung
  • Referatgestaltung/Präsentieren
  • Kugellager

Jg. 9 Gesprächsführung

  • Gesprächsführung
  • Argumentieren
  • Informationsbeschaffung/Zitieren/Quellenangaben

 

Im Jahrgang 10 werden keine neuen Methoden mehr eingeführt.

2.1.8 Arbeit mit neuen Medien – Medienkonzept - Medienscouts

Eine Projektgruppe Medienkonzept, bestehend aus Vertretern des Schulträgers, der Eltern, der SuS und Lehrkräfte hat ihre Arbeit im Schuljahr 2018/19 aufgenommen.

 

Fast alle Unterrichtsräume sind mit interaktiven Tafeln ausgestattet. An beiden Standorten sind mehrere Computerräume vorhanden. Am Standort in Nideggen stehen zudem einige Schülerlaptops zur Verwendung im Klassenraum zur Verfügung. Alle Rechner werden über den Schulsupport gewartet.

 

Die interaktiven Tafeln ersetzen einerseits die herkömmlichen Kreidetafeln, andererseits können sie medial sehr umfassend eingesetzt werden, z. B.

  • als (selbst erstellte) Präsentationshilfen für SuS
  • zur Bearbeitung von Übungsprogrammen (fachspezifische Software)
  • zur Nutzung von Textverarbeitungs- und Datenverarbeitungsprogrammen
  • als Informationsmedium (World Wide Web)
  • als pädagogisches Mittel zum bewussten Umgang mit dem Internet

 

Pädagogisches Konzept für den Einsatz von digitalen Medien und Informationstechnologie in der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen:[12]

Neben der Vermittlung von grundlegenden EDV-Kenntnissen soll der Computer auch als Schreib- und Produktionswerkzeug, beispielsweise auch zur Bearbeitung von Bildern oder Audio-Dateien sowie deren Integration in Multimedia-Produkte, genutzt werden. Das Internet mit seinen Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten wird nicht nur für die pädagogische Arbeit im Unterricht und in Projekten genutzt, sondern auch zur kritischen Reflexion eines Medienmissbrauchs. Die zu pädagogischen Zwecken vorgesehene Integration von Computern, Unterrichtssoftware sowie des Internets in den Klassen- und Fachunterricht ist letztendlich Ziel der Ausstattungs- und Ausbildungsbemühungen. Spezielle Software zur Übung, Ergänzung und Festigung wird z. B. im Mathematik-, Englisch-, Rechtschreib- oder Grammatikunterricht, aber auch in Erdkunde, Geschichte, Wirtschaftslehre usw. eingesetzt.

Die Computereinrichtungen werden intensiv zur Berufsvorbereitung, z. B. durch die Nutzung von Internetseiten und Informationsangeboten genutzt. Die SuS können sich mit entsprechender Software in Selbstlernprozessen auf Bewerbungsgespräche, Einstellungstests und Details zu Bewerbungsunterlagen und -inhalten vorbereiten.

Durch die Nutzungsmöglichkeiten in den Computerräumen vermittelt die Schule bereits heute die grundlegenden Fertigkeiten wie Schreiben, Präsentieren, Kalkulieren und Kommunizieren mit neuen Medien. Inzwischen ist zum Teil auch die Erstellung von Internetseiten in den Unterricht eingebunden und realisiert worden.

 

Ausstattungsprofile

Fast alle Klassen- und Fachräume sind vernetzt, mit entsprechender Stromversorgung für EDV-Komponenten und einem sog. Smartboard ausgestattet.

An jedem Standort stehen zwei bzw. drei Medienräume (Klassenstärke + 1 PC, Netzwerkdrucker, Beamer) zur Verfügung. Die Ausstattung mit didaktischen Hilfsmitteln wird berücksichtigt. Ferner sind die Lehrerzimmer mit PCs und Drucker ausgestattet. Den SuS und LuL stehen zentrale Infoboards zur Verfügung, die über Vertretungspläne etc. informieren. In Kreuzau sind diese bereits zz. digital.

 

  • Medienangebote sinnvoll nutzen

SuS lernen, Medien speziell für bestimmte Funktionen, z. B. zur Unterhaltung, zur Kommunikation, zum Lernen und Spielen auszuwählen und damit verantwortlich umzugehen. Ebenso lernen sie, sich bei der Auswahl auf eigene Entscheidungsprozesse zu stützen, indem mediale Möglichkeiten wie Buch, Zeitung, audiovisuelle Medien oder Computersoftware verglichen und den realen Erfahrungen gegenübergestellt werden. Daher stellt sich die Aufgabe, allen SuS, unabhängig von ihren häuslichen Möglichkeiten, Zugang zu den genannten Medien zu schaffen.

 

  • Gestaltung und Vorbereitung eigener Medienbeiträge

SuS werden in die Handhabung und Benutzung entsprechender technischer Geräte und moderner Informationstechnologien eingeführt (z. B. Erstellung von Fotos, Bildern, Zeitungen, Videobeiträgen, Hörspielen, Internetseiten - sowohl in Deutsch als auch in einer Fremdsprache).

 

  • Medienbotschaften verstehen und bewerten

SuS sollen die Medienangebote als objektivierbare oder inszenierte Botschaften erfahren und die Gestaltungsabsichten durchschauen können. Dazu müssen die SuS die Unterschiede der Darstellungsformen wie Bild, Grafik, Film, Ton sowie die Gestaltungstechniken kennen- und anwenden lernen. Hinsichtlich der Gestaltungsabsichten sollen SuS zwischen Informationen, Lernunterstützung, Unterhaltung, Werbung und Manipulation unterscheiden lernen.

 

  • Erkennen und Aufarbeiten von Medieneinflüssen

Insgesamt geht es in der Medienerziehung nicht um eine technikorientierte oder berufsbezogene Ausbildung, sondern um Allgemeinbildung unter Berücksichtigung aller Medienarten. Eine so verstandene Medienbildung führt zwangsweise zu mehr fachübergreifendem Unterricht. Dazu sollen verstärkt Freiräume für eigenverantwortliches und selbstgesteuertes Lernen geschaffen werden.

Die Einrichtung von Selbstlernzentren und Mediotheken können zusätzlicher Bestandteil dieser Ausrichtung sein.


Medienscouts

 

Seit dem Schuljahr 2015/16 werden regelmäßig SuS beider Standorte durch ein Programm der Landesanstalt für Medien NRW zu Medienscouts ausgebildet. Die zertifizierten Medienscouts können mit Unterstützung von zwei LuL und der Schulsozialarbeiterin ihre Mitschüler_innen über die Risiken im Internet aufklären und bei Problemen helfen. Der Vorteil der „Peer Education“ – die Anleitung und Förderung durch Gleichaltrige, die sich auf Augenhöhe begegnen, wird hiermit genutzt. Die Medienscouts berichten in regelmäßigen Abständen, z. B. in den Klassen, bei Konferenzen, am Tag der offenen Tür oder thematischen Elternabenden über ihre Arbeit. In den Jahrgängen 5 und 9/10 bestehen neue Angebote im AG-Bereich zu den Themen „Informatik“ und „Praktische Anwendung von Windows“.

 

LOGINEO NRW

 

Die Sekundarschule ist seit dem Jahr 2019 LOGINEO-Pilotschule. Die Basis-IT-Infrastruktur stellt – in einem geschützten virtuellen Arbeitsraum, mit einer einzigen Benutzerverwaltung – die grundlegenden Module zur Kommunikation, Organisation und Recherche auf der Basis rechtskonformer Datenverarbeitung für Schulen bereit. LOGINEO NRW ist eine webbasierte Anwendung, die sowohl vom Rechner, Tablet oder Smartphone bedient werden kann.

 

Ziele und Maßnahmen

  1. SuS nutzen die interaktive Tafel als Präsentations- und Übungsmedium. (Anregungen und Austausch der Kolleg_innen über geeignete Übungssoftware, Anschaffungen über Lehr- und Lernmittel, Nutzung des frei zugänglichen Portals mit Übungsmaterialien oder z.B. EDMOND)
  2. SuS erlernen den kritischen Umgang mit Informationen aus dem Internet und geben ihr Wissen u. a. auch auf thematischen Elternabenden zum Thema weiter. Im Unterricht unterstützen sie ihre Mitschüler_innen bei gemeinsamen Recherchen von Informationen und der gemeinsamen Beurteilung gewonnener Daten.
  3. Alle Kolleg_innen kennen sich in Grundzügen im Umgang mit der interaktiven Tafel aus, nutzen fachspezifische Anwendungen und tauschen sich in der Fachschaft über bewährte Anwendungsmöglichkeiten aus. (Unterweisung zum Umgang mit der interaktiven Tafel vor Beginn jeden Schuljahres; Austausch in der Lehrerkonferenz). Seit dem Schuljahr 2017/18 besteht erstmalig schulintern in Zusammenarbeit mit dem KT Düren ein Fortbildungsangebot für interessierte Lehrkräfte zum Thema „Unterstützung bei der fächerübergreifenden Nutzung interaktiver Tafeln". Die Moderatoren stehen der Schule auch außerhalb der Fortbildungstage beratend zur Seite. Sie haben angeboten, die Schule zukünftig bei der Evaluation des Medienkonzepts zu unterstützen.
  4. In Zusammenarbeit mit den Schulträgern wird die schulspezifische Ausstattungsplanung verstärkt in den Blick genommen. Hierzu finden regelmäßig Treffen zwischen Vertretern der Schule, des EDV-Supports und der Schulverwaltungsämter statt.
  5. Am Standort Kreuzau wurden Schulleitung und Lehrkräfte mit besonderer Funktion bereits mit Tablets ausgestattet. Sukzessive sollen alle anderen Lehrkräfte folgen. Die Anschaffung eines Tabletkoffers für den klassenweisen Einsatz im Unterricht ist in Vorbereitung.
  6. Die Fachschaften erhalten den Auftrag, Unterrichtsinhalte zu benennen und Unterrichtsmodule zu entwickeln, mit deren Hilfe die Medienkompetenz der SuS in den einzelnen Fächern gefördert wird. Diese werden in die schulinternen Lehrpläne verbindlich aufgenommen.
 

[12] Teilweise dem Konzept für die Gemeinde Kreuzau „Einsatz von digitalen Medien und Informationstechnologie in den gemeindlichen Schulen“, 2011, entnommen

2.1.9 Verkehrserziehung

Regelmäßige Bestandteile unserer Verkehrserziehung der Klasse 5 sind:

 

- theoretisches und praktisches Busfahrtraining mit Polizei und Busunternehmen (Verhalten und Sicherheit im Busverkehr; Bremssituationen und Verhalten in einer Unfallsituation; Verhalten im Brandfall)

 

- praktisches Verhalten im Straßenverkehr (Unterrichtsgespräch vor einer Exkursion über das Verhalten im Straßenverkehr; Schulrallye zum Schuljahresbeginn in Klasse 5; Verhalten als Verkehrsteilnehmer bei Exkursionen und Klassenfahrten; Unterstützung durch ortsansässige Fahrschule).

 

Seit dem Schuljahr 2017/18 nehmen alle SuS im Jahrgang 10 an dem schulinternen Angebot „Junge Fahrer“ der Verkehrswacht Düren teil. In diesem Projekt wird Verkehrssicherheit vermittelt. SuS testen ihre Fähigkeiten im Fahrsimulator, erleben Gefahrensituationen und bringen ihre Erfahrungen in die Gespräche mit Experten ein.

2.1.10 Klassenfahrten und Projekte

Im Jahrgang 6 nehmen die Klassen zum ersten Mal an einer dreitägigen Klassenfahrt teil. Ziel der Klassenfahrt ist, dass sich die Mitschüler_innen besser kennenlernen und dass die Klassengemeinschaft weiter gestärkt wird. Das Reiseziel sollte im erweiterten Naherholungsbereich liegen und auch die Kosten im angemessenen Rahmen gehalten sein. Laut Absprache in der Schulkonferenz sollte das Ziel eine Jugendherberge in der Eifel sein.

 

Im Jahrgang 8 findet jeweils vor den Herbstferien eine vier- bis fünftägige Angebotsfahrt statt. Es werden maximal drei Ziele mit unterschiedlicher inhaltlicher und preislicher Gestaltung angeboten. Eine Fahrt mit sprachlich-kulturellem Schwerpunkt (z. B. nach England), eine Fahrt mit sportlichem Schwerpunkt (z. B. Österreich) und eine Fahrt zur Stärkung und Förderung des sozialen Miteinanders.

 

Im Jahrgang 10 wird eine vier- bis fünftägige klasseninterne Abschlussfahrt durchgeführt.

 

Alle genannten Fahrten werden zeitlich parallel durchgeführt. Die in der Schule verbleibenden Jahrgänge organisieren zeitgleich eine Projektwoche. Schwerpunktmäßiges Ziel der Projektwoche ist eine intensive Beschäftigung mit den Schwerpunktthemen des Schulprofils (Nationalpark, Euregio, Berufsorientierung).

2.1.11. Zertifikat Nationalparkschule

Unsere Schule unterstützt als Nationalparkschule Eifel eine umfassende Umweltbildung. Wir verstehen darunter eine Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Sie bezieht sich auf Ökologie, Umwelt und Natur. Aber auch soziales Engagement sowie weitere Dimensionen wie Ökonomie, Politik und Kultur werden in den Fokus genommen. In unseren Fachräumen genauso wie an den außerschulischen Lernorten des Nationalparks werden die unterschiedlichen Themenfelder vor- und nachbereitet. Die Sekundarschule Kreuzau/Nideggen nimmt seit dem Schuljahr 2013/14 an der Kampagne „Nationalparkschule Eifel“ teil. Die mehrjährige Kampagne trägt dazu bei, ökologische, ökonomische und soziale Entwicklungen im Zusammenhang zu verstehen und unterstützt unsere Schule bei der Erziehung unserer SuS zu einem nachhaltigen Umgang mit der Natur. Hierbei wurden unsere Aktivitäten in den Bereichen Ressourcenschutz, soziales Engagement, Naturschutz, Natur erleben, Medienkompetenz sowie Gesundheit, Sicherheit und Gewaltprävention ins Leben gerufen.

 

Auf dem Weg zur Zertifizierung als Nationalparkschule Eifel absolvierten wir bereits Exkursionen und Projekttage. Selbstverständlich werden diese Themen auch in den schulinternen Lehrplänen der Jahrgänge 5-10 verankert (GL, Deutsch, NW, Kunst, o. a.)[13]. Der jeweils 5. Jahrgang nimmt zu Beginn des Schuljahres in der Wildniswerkstatt Düttling an einem Projekttag zum Thema „Wildnis leben“ teil. Die neu zusammengesetzten Klassen stellen sich als Gruppe den Herausforderungen eines Lebens in der Wildnis. Hierdurch wird die Gemeinschaft gefördert, in der jeder einzeln Verantwortung übernimmt, Stärken einbringt und auf Schwächen Rücksicht nimmt. Die Gruppen werden von den Klassenlehrer_innen und Rangern begleitet.

 

Seit dem 18.11.2015 wurde die Sekundarschule Kreuzau/Nideggen regelmäßig als Nationalparkschule zertifiziert und ist somit offizieller Partner des Nationalparks Eifel. Ansprechpartner sind Jens Reichow (Kreuzau) und Max Lück (Nideggen).

 

[13] s auch: Dokumentation des fächerübergreifenden Unterrichts zu den Themen Nationalpark, Euregioprofil, Berufsorientierung

2.1.12. Zertifikat Euregioprofilschule

Unsere SuS leben in einer Region, die durch die Grenzlage und die damit verbundene Nähe zu anderen Sprachen und Kulturen außergewöhnlich ist (Dreiländereck Deutschland, Niederlande, Belgien). Diese besondere Situation wird bereits im Schulalltag thematisiert. Die SuS sollen erkennen, dass sie in Grenznähe leben, wie spannend dieser Lebensraum ist und welche Möglichkeiten sich hier bieten.[14] Der Schwerpunkt „Euregio“ in unserem Schulprofil beinhaltet folgende Elemente: Bestehendes Sprachangebot: Französisch und Niederländisch neben Englisch; qualifizierte Lehrkräfte in den genannten Fächern; Angebot an euregionalen Themen in den Fächern Niederländisch, Französisch, Gesellschaftslehre (Geschichte, Erdkunde, Politik); die Euregio ist regelmäßiges Schwerpunktthema der jährlichen Projektwoche; bestehende Schulpartnerschaft mit dem Grotius College in Heerlen sowie bereits erfolgte und geplante Besuche in den Nachbarländern; Aufnahme als Entwicklungsziel in das Schulprogramm (Beschluss der Schulkonferenz vom 15.09.2016).

 

Seit dem 20.02.2017 ist die Sekundarschule Kreuzau/Nideggen als erste weiterführende Schule im Südkreis Düren zertifizierte Euregioprofilschule.

 

Ein Fahrtenkonzept im Rahmen des Euregioprofils wird zz. entwickelt und in den verschiedenen Gremien diskutiert.

 

Beide Profile bieten, gemeinsam mit dem Bereich der Berufsorientierung, die thematische Grundlage für unsere jährlich stattfindende Projektwoche.

 

[14] „Euregioprofilschulen“ setzen diesen Gedanken in strukturierter Weise um und ergänzen ihr Schulprogramm um eine regionale Komponente. Sie richten ihr schulisches Angebot damit gezielt am Lebensumfeld der SuS aus. (Euregioprofilschulen – Rahmenwerk für SEK I)

2.1.13 Gesundheitserziehung

Klassen nehmen am Wettbewerb „Be smart – don’t start“ teil. Das Thema „Gefahren des Rauchens“ wird in den Unterricht integriert.

 

Die Schulleitung, die Schulsozialarbeiter_innen und die Klassensprecher_innen nehmen regelmäßig am Runden Tisch „Gesundheit und Prävention“ der Schulzentren in Kreuzau und Nideggen teil. Hieraus resultierende Erkenntnisse werden über den Unterricht, Konferenzen und thematische Elternabende an die Schulgemeinschaft weitergegeben.

 

An thematischen Elternabenden informieren interne und externe Experten regelmäßig die Elternschaft und interessierte Besucher über Themen wie „Gesunde Ernährung“, „Pubertät“, „Medienerziehung“ etc.

 

Alle SuS werden im Jahrgang 8 im Rahmen der Schulsozialarbeit von externen Experten über das Thema „Sucht- und Drogenprävention“ informiert.

 

AIDS- und Gesundheitsprophylaxe wird ebenfalls von einer externen Expertin für den Jahrgang 9 durchgeführt. Diese Veranstaltungen werden vom Lionsclub Düren in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt des Kreises Düren angeboten.

 

Drei Fachkräfte für Kinderschutz, wurden für diese Aufgabe ausgebildet und stehen allen zur Beratung zur Verfügung.

 

In den Fächern Hauswirtschaft, Naturwissenschaften und Englisch steht das Thema Gesunde Ernährung regelmäßig auf dem Lehrplan.

 

Die Teilnahme am Programm „Schule ohne Rassismus“ ist in Vorbereitung.

2.1.14 Sporthelferausbildung

Seit dem Schuljahr 2019/20 werden SuS des Jahrgangs 9 im Rahmen einer AG zu Sporthelfern ausgebildet.

2.1.15 Lehrergesundheit

Im Anschluss an die COPSOQ-Befragung, ein Hilfsmittel zur Beurteilung der psychosozialen Belastung der Lehrkräfte, wurde durch die Gesamtkonferenz ein Ranking der für das Kollegium wichtigsten Themen durchgeführt. Auf dieser Grundlage wurde die Fortbildungsplanung angepasst und Maßnahmen zur Beseitigung festgestellter physischer und psychischer Gefährdungen eingeleitet.

 

Das Schulleitungsteam hat im Zeitraum September 2017 bis Februar 2018 an einem Qualifizierungs- und Professionalisierungsangebot von QUA-LiS NRW teilgenommen. Ziel dieses ca. 540-minütigen Schulleitungscoachings (SLC) war es, das alltägliche Handeln zu reflektieren, Perspektiven zu wechseln, eigene Ressourcen zu erkennen und diese zu aktivieren.

 

Die schulinternen Lehrerfortbildungen haben seit dem Schuljahr 2018/19 als Schwerpunkte die Themen „Gesundheitsprophylaxe und Lehrergesundheit“. Themen wie Selbstcoaching, Stressmanagement, Entspannung und Atmung sowie Gesundheitsmanagement werden bearbeitet und konkrete Maßnahmen zur Gesunderhaltung des Kollegiums festgehalten. Unterstützung erfährt die Schule hier u.a. durch den BAD.