2.2 Konzept Gemeinsames Lernen[15]

2.2.1 Heterogene Lerngruppen

In der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen lernen alle SuS unabhängig von der Schulformempfehlung der Grundschule gemeinsam. Deshalb folgen wir einer Unterrichtskultur, die die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Bedürfnisse der SuS berücksichtigt.

 

Innere Differenzierung

Neben Differenzierungsformen über z. B. kooperative Lernmethoden tauschen sich die Fachschaften über das Angebot von Wochenplänen, Lernzirkeln und der Arbeit mit Kompetenzrastern (insbesondere vor Klassenarbeiten) aus. In den Lernzeitstunden ist eine besonders individuelle Betreuung (in kleineren Lerngruppen) möglich.[16]

 

Ziele: Die Fachschaften arbeiten bewährte Bausteine individueller Förderung gezielt aus (z. B. Diagnose und Förderplanung, Wochen- und Kompetenzpläne, Freiarbeit). In den Jahrgängen 6, 8 und 9 werden außerdem Förderplangespräche mit allen SuS und deren Eltern durchgeführt, bei denen Zielvereinbarungen schriftlich festgehalten und in einem festgelegten Zeitraum überprüft werden.

 

Äußere Differenzierung

In den beiden AG-Stunden in Klasse 5 und 6 und 9 und 10 arbeiten die SuS nach ihren individuellen Neigungen und Interessen in den Bereichen Englisch, Deutsch, Kunst, Informatik, Technik, Naturwissenschaften, Sport, Musik, Lebenspraxis und Gesellschaftslehre.

 

Die Fächer Mathematik und Englisch werden ab Klasse 7 und die Fächer Deutsch und Physik ab Klasse 9 auf leistungsdifferenzierenden Grund- und Erweiterungsebenen in innerer oder äußerer Differenzierung unterrichtet.

 

Durch die Sprachwahlmöglichkeiten haben die SuS die Möglichkeit, eine, zwei oder drei verschiedene Fremdsprachen zu erlernen (Englisch - Französisch - Niederländisch).

 

Im Wahlpflichtbereich können sie eigene Schwerpunkte im Bereich Sprache, Naturwissenschaften und Arbeitslehre setzen.

 

[15] s. auch: Konzept Gemeinsames Lernen – Langfassung (Homepage)

[16] s. auch 2.1.3 Fachbereiche

2.2.2 Schülerinnen und Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf

Im Schuljahr 2019/20 besuchen 53 SuS mit den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache, emotionale und soziale Entwicklung, Hören und Kommunikation und körperliche und motorische Entwicklung unsere Schule.

 

SuS mit dem Förderschwerpunkt Lernen werden zieldifferent unterrichtet, alle anderen Kinder werden zielgleich unterrichtet. Die LuL für sonderpädagogische Förderung beraten Regelschullehrer_innen in der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Unterrichts mit SuS mit Unterstützungsbedarf. Sie erstellen gemeinsam Klassenarbeiten, Tests und Beurteilungen und beraten sich bei erforderlichen Nachteilsausgleichen. Kontinuierlich werden für die Förderschüler_innen Förderpläne erstellt.

 

Inklusion bedeutet, dass die Regelschullehrer_innen verstärkt in die Arbeit der sonderpädagogischen Unterstützung eingebunden werden. Dies wird einerseits durch den regen Austausch der Kolleg_innen untereinander, den interdisziplinären Austausch mit außerschulischen Einrichtungen (z. B. Tagesgruppen, Jugendamt, SPZ) sowie durch Teilnahme an Fortbildungen gewährleistet. Trotz dieser Maßnahmen bleibt die sonderpädagogische Förderung im gemeinsamen Lernen eine herausfordernde Aufgabe, bei der vor allem eine gute Personalbesetzung von Regelschul- und Förderschullehrkräften wichtig ist. Die LuL für sonderpädagogische Förderung fördern alle SuS systemisch, d. h. gemeinsam mit allen an Unterricht und Erziehung Beteiligten, im Teamteaching, im Fachunterricht oder den Lernzeiten. Zudem bieten sie Hospitations- und Beratungsstunden für SuS, Lehrkräfte und Eltern an und unterstützen bei kollegialen Fallberatungen.

 

Neben den wöchentlichen Treffen des GL-Teams unter der Leitung von Frau Dürbaum sowie regelmäßigen kollegialen Fallberatungen, finden viermal pro Schuljahr Inklusionskonferenzen mit dem Gesamtkollegium statt.

2.2.3 Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Zielsprache (DaZ) - Seiteneinsteiger[17]

Zurzeit besuchen 27 SuS als Seiteneinsteiger unsere Schule. Sie werden altersgemäßen Regelklassen zugeordnet. In diesen Klassen, die dauerhaft ihre „Heimatklasse“ sein sollen, bauen die Seiteneinsteiger den Kontakt zu ihren Mitschülerinnen und Mitschülern auf. Parallel zu den Regelklassen existieren die Sprachförderklassen, in denen die SuS individuell im Erlernen der deutschen Sprache gefördert werden. Vier sogenannte DaZ-Kräfte betreuen die Sprachförderklassen unter Verwendung extra für diese Klassen zur Verfügung stehender Lehrwerke. Gleichzeitig existieren viele selbst erstellte Lernmaterialien.

 

Alle Seiteneinsteiger erhalten ein spezielles Zeugnis, das vor allem den Spracherwerb dokumentiert und Aussagen zum Arbeits- und Sozialverhalten enthält. Zudem erhalten die Seiteneinsteiger individuelle „DaZ-Förderpläne“ als Ergänzung zum an unserer Schule üblichen Förderplan, den alle SuS bekommen.

 

Parallel zu der Sprachförderarbeit werden die Seiteneinsteiger in ihren „Heimatklassen“ inklusiv betreut. Sie nehmen soweit möglich am Regelunterricht der Klasse teil, um sich möglichst schnell in unsere Schule und deren Alltags- und Unterrichtsstruktur zu integrieren. Ziel ist es, die individualisierten Stundenpläne stetig in Richtung Regelklasse zu verändern. Schritt für Schritt können so viele der zugewanderten SuS erfolgreich am Regelunterricht teilnehmen.

 

In den Pausen haben wir ein Patensystem etabliert, an dem deutschsprachige SuS auf freiwilliger Basis und die SKF-Betreuerinnen unterstützend teilnehmen. So möchten wir Ausgrenzung und einer unangemessenen „Cliquenbildung“ entgegenwirken.

 

Im Rahmen der Berufsorientierung leisten die Berufswahlkoordinatoren und die Klassenlehrer_innen eine sehr wertvolle individualisierte Unterstützungsarbeit für die Seiteneinsteiger.

 

[17] S. Konzept „Föderkonzept für Seiteneinsteiger“

2.2.4 Lese- und Schreibförderung

Förderung von SuS bei besonderen Schwierigkeiten im Erlernen des Lesens und Rechtschreibens (LRS).

 

An der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen werden allgemeine Fördermaßnahmen im Rahmen der Stundentafel nach den entsprechenden Richtlinien und Lehrplänen durchgeführt (innere Differenzierung).

 

SuS, die eine besondere Problematik im Bereich der sprachlichen Fähigkeiten haben, soll nicht nur im Fach Deutsch, sondern in allen Fächern und Jahrgangsstufen geholfen werden.

 

Wichtig sind aber auch spezielle tägliche Übungen, langfristig angelegt, die zum Teil zu Hause stattfinden müssen. Hier muss ein angepasstes, individuelles Konzept mit Hilfe der Eltern erstellt werden. In Einzelfällen ist auch außerschulische, professionelle Hilfe notwendig.

 

Als Hilfe im Sinne eines Nachteilausgleichs kann die Arbeitszeit bei Klassenarbeiten ausgeweitet, die Bewertung der Rechtschreibung ausgesetzt oder individuelle Hilfe zur Verfügung gestellt werden. Hierüber entscheiden zu Beginn jeden Schuljahres alle Lehrkräfte einer Klasse gemeinsam in einer kollegialen Fallberatung im Rahmen der Inklusionskonferenz.

 

Die Klassenlehrer informieren die Fachlehrer über evtl. vorliegende Gutachten und führen mit den Eltern Beratungsgespräche. Auch die Sozialpädagog_innen beraten bezüglich außerschulischer Förderung.

 

Wir empfehlen den Eltern für eine erste Beratung Kontakt mit dem Schulpsychologischen Dienst, Kreisverwaltung Düren aufzunehmen.

 

Förderung in den Jahrgangsstufen 5 und 6

Jahrgang Diagnose

Beratung/

Information

Fördermöglichkeiten Anmerkungen
5 und 6 Eltern legen bei der Anmeldung ein aktuelles Gutachten vor, falls vorhanden Die Klassenlehrer informieren über das Gutachten Die Lese- und Rechtsschreib-förderung ist im Deutsch-Unterricht für alle Schüler vorgesehen Vielfalt von Schreib-anlässen bieten
  Die Deutschlehrer führen möglichst in den ersten Wochen eine Sprachstands-erhebung für alle durch Klassenlehrer führen an den Elternsprech-tagen Beratungs-gepräche Die Schüler erhalten Angebote im Bereich der Leseförderung und  -motivation  
  Die Klassenlehrer empfehlen in Absprache mit den Eltern evtl. eine Ersttestung bei einem Schul-psychologen Eltern erhalten Informationen über außer-schulische Förder-möglichkeiten    
    Die Lehrkräfte einer Klasse beraten kollegial über einen evtl. Nachteils-ausgleich und informieren hierüber die Eltern    

2.2.5 Wettbewerbe/Förderung von Begabungen

Ziele: Die Sekundarschule Kreuzau/Nideggen regt SuS zur Teilnahme an Wettbewerben an. Dabei soll immer wieder für ein breites Angebot an Wettbewerben geworben werden.

 

Standard ist die Teilnahme an sportlichen Wettbewerben (Kreismeisterschaften in Leichtathletik, Fußball und Schwimmen), die Teilnahme am Känguruwettbewerb der Mathematik, am Lesewettbewerb Deutsch, am englischsprachigen Wettbewerb Big Challenge und am Internet-Team-Wettbewerb Französisch. An der Internet-Rallye Netrace nimmt die Schule regelmäßig – je nach Schülerinteresse - teil. Bei einer Evaluation im letzten Schuljahr wurde eine sinkende Teilnehmerzahl bei fast allen Wettbewerben registriert. Dieser soll mit einer motivierenden „Werbekampagne“ bereits an den nächsten Elternabenden und in den Klassen, den Jahrgangsteams und SV-Sitzungen entgegengewirkt werden.

2.2.6 Geschlechterbewusste Aspekte in Schulleben und Unterricht

An unserer Schule werden alle SuS ihren Kompetenzen und Neigungen entsprechend beschult und gefördert. Die Ganztage und Doppelstunden bieten Zeit und Raum, um vorhandene Fähigkeiten in allen Bereichen zu vertiefen und um verborgenes Potenzial behutsam zu wecken.

 

So werden Mädchen in technischen Fächern besonders motiviert und erhalten Angebote, die ihren Interessen entgegenkommen. Ebenso können Jungen ihre sozialen Kompetenzen im Bereich Hauswirtschaft einbringen und erweitern. Es entspricht unserem Schulkonzept, dass jeder/e Schüler/in seinen/ihren besonderen Platz in der Schulgemeinschaft hat und alle SuS in allen Fächern miteinander und voneinander lernen.

 

Die Fachkonferenzen überprüfen bei der Erstellung der Jahresplanung, ob die Unterrichtsinhalte gleichermaßen Jungen und Mädchen ansprechen. Die ausgewählten Unterrichtsinhalte sollten auch zur kritischen Auseinandersetzung mit den Geschlechterrollen anregen. Leistungen sollten frei von mädchen-/jungentypischen Verhaltenszuschreibungen (Ordnung, Sauberkeit) gewertet werden.

 

Im Unterricht wird berücksichtigt, dass Jungen und Mädchen gleich beteiligt werden. Bei geschlechtsspezifischen Themen (z. B. Sexualkunde) werden homogene Gruppen zugelassen. Bei der Besetzung von Gremien wird auf gleichmäßige Besetzung geachtet. Dies soll auch bei Klassen-sprecher-, Klassenlehrer- und Jahrgangsteams geschehen, sofern dies organisatorisch möglich ist. Bei der Kooperation mit außerschulischen Partnern ist darauf zu achten, dass es Angebote für Jungen und Mädchen gibt.

 

Zwei Kolleginnen für Gleichstellungsfragen sind Ansprechpartnerinnen in diesem Bereich.

2.2.7 Beratungskonzept

Grundsätzlich nehmen alle LuL der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen die von SuS sowie von Eltern an sie herangetragenen Beratungsaufgaben wahr. Unsere Schule bietet ein umfassendes Beratungsnetzwerk. Neben den Beratungslehrer_innen zählen dazu die Klassen- und Fachlehrer_innen, die LuL für sonderpädagogische Förderung, die Schulleitung, die SV-Lehrer (Verbindungslehrer), die Schulsozialarbeiter, die Kinderschutzbeauftragten, die Schulseelsorgerin und die Partner externer Beratungsstellen, wie z. B. die Agentur für Arbeit, Polizei, Jugendamt etc.

 

Die folgende Übersicht zeigt die einzelnen Bestandteile des Netzwerkes in Kurzform[18]:

 

[18] s. auch Beratungskonzept vom 15.07.17 – Langfassung

Die SV an unserer Schule gibt den SuS die Möglichkeit, aktiv auf Entscheidungen Einfluss zu nehmen und an der Gestaltung des Schullebens teilzuhaben. Kleine und größere Projekte (z. B. Pausenaktionen, Sponsored Walk) sollen die Schule zu einem attraktiven Teil ihres Lebens machen.

 

Die Laufbahnberatung und die Informationsveranstaltungen für die Eltern sowie für die SuS erfolgen durch die Klassenlehrer_innen und/oder die Abteilungsleitung (Schulleitung).

 

Sie richten sich zunächst - noch vor Beginn der 5. Jahrgangsstufe - an die Eltern und Kinder der neuen 5. Klassen und geben im November/Dezember des Vorjahres Informationen über unsere Schule. In Einzelgesprächen werden von der Schulleitung Fragen der Eltern und Kinder beantwortet.

 

Daraufhin können dann ab Februar des Folgejahres die Anmeldungen zur Sekundarschule durch die Eltern vorgenommen werden. Mit jedem Elternteil wird ein persönliches Aufnahmegespräch geführt. Im Mai schließt sich ein „Kennenlerntag“ mit den vorgesehenen Klassenlehrer_innen an. Zu Beginn des Schuljahres werden in den 5. und 6. Klassen die leistungs- und neigungsorientierten Profilgruppen (AGs) vorgestellt. Die Kinder und Jugendlichen wählen daraufhin ihre „Wunsch-AG“ aus.

 

Ende der 6. Klasse wird über den Wahlpflichtbereich, informiert und die einzelnen Fachschaften präsentieren die betreffenden Fächer. Die Differenzierung in Grund- und Erweiterungskurse wird ab der Mitte der 6. Jahrgangsstufe erläutert. Eine schriftliche Information zur Fachleistungsdifferenzierung geht mit dem Halbjahreszeugnis in den Jahrgängen 6 und 8 an die Eltern. Am Ende der 8. Jahrgangsstufe wird über die dritte Fremdsprache informiert. Maßnahmen und Unterricht zur Förderung werden in allen Jahrgangsstufen für alle SuS thematisiert.

 

Die Beratung im Bereich „Beruf und Arbeitswelt“ umfasst ein breites Spektrum der schulischen Arbeit und wird ausführlich im Schulprogramm behandelt.[19

]

In unserer Schule befassen sich federführend zwei Berufskoordinator_innen mit der Berufsorientierung in Kooperation mit der Berufsberatung/Rehaberatung der Agentur für Arbeit, mit Partnern aus Industrie, Handel, Verwaltung und Handwerk sowie mit Gewerkschaften und Krankenkassen. Eine Kollegin berät und betreut zusätzlich SuS mit Förderbedarf im Hinblick auf ihre beruflichen Möglichkeiten.[20] Ein Mitarbeiter der Agentur für Arbeit hält wöchentliche Sprechstunden für SuS im Schulzentrum ab.

 

Die Koordinator_innen sind Mitglieder im Arbeitskreis Schule-Wirtschaft und sind in der Schule für die Durchführung des Landesprogramms „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (Übergang Schule-Beruf in NRW) zuständig. Neben den vielfältigen Koordinationsaufgaben stehen die Berufskoordinatoren auch Schülerinnen und Schülern ab der 8. Jahrgangsstufe für Einzelberatungen mit Terminvergabe zur Verfügung. Ein Beratungsbüro ist an beiden Standorten eingerichtet. Klassenlehrer_innen der Jahrgänge 8, 9 und 10 haben an einer Fortbildung zum Thema „Beratungsgespräche in der Berufsberatung“ teilgenommen.

 

Mitglieder der Berater_innenrunde sind Beratungslehrer_innen, die Schulsozialpädagog_innen, Verbindungslehrer_innen, Kinderschutzbeauftragte, ein Mitglied der Schulleitung, ggf. externe Experten. Es erfolgen regelmäßige Treffen sowie Zusammenkünfte bei Bedarf. In letzteren Fällen stellt diese Runde auch eine „Notfallgruppe“ dar, die bei akuten Notfällen zeitnah eingreifen kann. Die Berater_innenrunde beschäftigt sich mit Fallberatungen, Gesundheitsberatung, Konzeptentwicklung und Evaluation, sie ist die Kontaktstelle zu anderen Institutionen.

 

Zusätzlich zur Berater_innenrunde bietet das Beratungsteam Beratungszeiten für Einzelgespräche nach Terminvergabe mit Bescheinigungen bei Unterrichtsausfall für die jeweiligen Fachlehrer an. Diese vertraulichen Gespräche umfassen präventive und fördernde Maßnahmen im Hinblick auf die Lösung von Lern- und Verhaltensproblemen sowie Motivations- und Disziplinarschwierigkeiten. Es können Kontakte zu anderen Netzwerkpartnern innerhalb der Schule (z.B: Schulsozialpädagogin, Kinderschutzbeauftragte) und/oder zu externen Beratungseinrichtungen hergestellt werden. Den Beratungslehrer_innen steht für ihre Arbeit ein spezieller Raum im Schulgebäude zur Verfügung. Ein Flyer informiert in Kurzform über das Angebot.

 

Die Schulsozialarbeit durch die Schulsozialpädagog_innen sowie die Kinderschutzbeauftragten umfasst in erster Linie die psycho-soziale Einzelberatung in der Regel nach Terminvergabe, aber auch die akute Notfallbetreuung. Daneben liegt ein Schwerpunkt der Arbeit im sozialen Kompetenztraining mit Gruppen/Klassen. Die Themen „Streitschlichtung“ und „fachunabhängige Förderangebote“ sind ebenfalls Bestandteile ihrer Arbeit.

 

Elternsprechtage ab der 5. Jahrgangsstufe informieren Eltern sowie SuS mindestens zweimal jährlich ausführlich über den Leistungsstand und die persönliche Entwicklung. Zudem finden regelmäßig Förderplangespräche, mindestens in der 6. 8 und in der 9. Jahrgangsstufe, gemeinsam mit Klassenlehrer_innen, SuS und Eltern statt.

 

Elterngespräche - auch telefonisch - erfolgen durch die Klassenlehrer_innen und ggf. unter Hinzuziehung der Abteilungsleitung u./o. der Sozialpädagog_innen u./o. eines Mitglieds der Berater_innenrunde bei schulischen und persönlichen Problemen im Bedarfsfall. Eine Fortbildung zum Thema „Elterngespräche führen“ wurde schulintern angeboten.

 

Die Beratung und Information zu speziellen Themen wie Migration, Gesundheit, Drogen, Kriminalität, Geschlechterrollen, Traumapädagogik, Demokratie, Menschenrechte und Rassismus werden durchgeführt auf Veranlassung der Klassenlehrer_innen für einzelne Gruppen/Klassen oder für weitere Zielgruppen durch die Schulleitung (z.B. für das Gesamtkollegium). Sie erfolgen durch Fachlehrer_innen und/oder außerschulische Partner.

 

Die Verbindungslehrer_innen werden durch den Schülerrat für ein Jahr gewählt und sind Berater_innen und Vermittler_innen, die Möglichkeiten schaffen, damit die Beteiligten Konflikte selber regeln können, indem sie den Kontakt zwischen SuS, Eltern, LuL und der Schulleitung fördern.

 

Sie beraten und unterstützen die Schülermitverwaltung (SMV), die Schülersprecher_innen, die Klassensprecher_innen und den Schülerrat bei der Erfüllung ihrer Aufgaben. Sie beraten auch einzelne SuS bei persönlichen Problemen im schulischen und im privaten Bereich.

 

Je ein Mitglied des Multiprofessionellen Teams, zz. Herr Gockel, berät und unterstützt je einen Jahrgang, beginnend mit dem jetzigen Jahrgang 5. Ein Thema der Beratung ist z.B. das soziale Lernen.

 

[19] s. Punkt 2.3

[20] s. auch S. 33

2.2.8 Soziales Lernen

Ziel: Alle SuS des Jahrgangs 5 nehmen am „Sozialen Lernen“ teil. Dieses Sozialkompetenztraining wird in Zusammenarbeit mit den Sozialarbeiter_innen, den MPTlern und den Klassenlehrer_innen durchgeführt. Es versteht sich als Ergänzung zum sozialen Lernen in den Bereichen Familie, Schule, Vereinen etc. Das „Soziale Lernen“ soll den SuS langfristig helfen, in der Klasse und in der Schule gut miteinander umzugehen und zu lernen, mehr Selbstvertrauen zu gewinnen, besser mit Ärger und Streit umzugehen, ihre Konflikte selbst zu lösen und eigene Entscheidungen zu treffen.

2.2.9 Interkulturelle Schulentwicklung

Eine Kollegin hat an der einjährigen Qualifizierungsmaßnahme „Präventions- und Praxisworkshop Antirassistische und Interkulturelle Erziehung“ teilgenommen und mit Zertifikat abgeschlossen.

 

Das hieraus entstandene Konzept soll aufzeigen, inwiefern die Sekundarschule Kreuzau/Nideggen einen Ort entwickelt und zukünftig schaffen kann, wo alle einen Weg finden, Diskriminierungen zu erkennen, mit ihnen richtig umzugehen und zu vermeiden sowie gegen sie anzukämpfen. „Es sollen bestenfalls Schüler*innen, Lehrer*innen, Mitarbeiter*innen der Verwaltung, Erziehungsberechtigte, die Gemeinde und externe Institutionen angesprochen werden. Der Fokus des Konzepts liegt auf dem Weg zu einer Bewusstseinsverrückung. Interkulturalität soll sich zur Normalität entwickeln und nicht zu einer Besonderheit. In diesem Fall ist zu verdeutlichen, dass der Weg das Ziel ist.“[21]

 

Erste Schritte der Implementierung des Konzepts in den Schulalltag sind z.B. die Nutzung interkultureller Kalender in den Klassenräumen und dessen Verlinkung auf der Homepage. Mehrsprachige Hinweisschilder und verständliche Piktogramme für die Schulgebäude sind in Arbeit. Am Elternsprechtag werden erneut Elterncafés als interkultureller Treffpunkt an beiden Standorten organisiert. Einzelne Kollegen haben das Thema bei ihrer persönlichen Fortbildungsplanung in Abstimmung mit der Didaktischen Leitung berücksichtigt[2] und eine „Woche des Respekts“ wurde in diesem Zusammenhang im Frühjahr 2019 ins Leben gerufen. Im Jahr 2020 wird die Arbeit der Lehrkräfte unterstützt durch das Dürener Bündnis gegen Rechts und Mitglieder von NRWeltoffen, die in der Woche des Respekts workshops für SuS zu Themen wie Menschenrechte, Rassismus, Demokratie etc. anbieten.

 

[21] S. Konzept der interkulturellen Öffnung der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen, erstellt im November 2018 von Valentina Steinbrecher.