Demokratie – Was hat das mit mir zu tun?

Dritter Jugendpolitiktag an der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen

im Vordergrund: Schüler*innen des Jahrgang 9, im Hintergrund: Vertreter der Parteien des Rats der Stadt Nideggen

Im Rahmen des Konzepts „Beteiligung der Kinder und Jugendlichen in der Politik“ fand am 01.07.2019 zum dritten Mal der Jugendpolitiktag an der Sekundarschule in Nideggen statt.

Die Jugendpolitiktage werden von der Stadt Nideggen und der Sekundarschule organisiert und wollen junge Menschen zu einer aktiven Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen anregen. So lernen die Schüler, dass aktive Partizipation und Übernahme von Verantwortung nicht nur notwendig ist, sondern auch Spaß macht.

Teilnehmer an der diesjährigen Veranstaltung waren, neben den Vertretern der Parteien und Bürgermeister Marco Schmunkamp, die Schüler*innen der Klassen 9a+b mit ihren Lehrerinnen Gabriela Ludwig und Hedwig Eßer sowie Abteilungsleiter II Guido Schmalbein und Sekundarschuldirektorin Andrea Volk.

Nach der Begrüßung durch den Bürgermeister diskutierten die Jugendlichen mit den Ratsmitgliedern folgende „fiktive“ Themen der Sitzungsunterlagen, die der Schule zur Vorbereitung im Unterricht vorab zur Verfügung gestellt worden waren:

  • Durchsetzung des Projektes „Aktiver Naturschutz – statt nur demonstrieren“ an der Sekundarschule
  • Bauprojekt: Insektenhotel – Schmetterlingshaus – Hummelkasten
  • Flüchtlingssituation in Nideggen
  • Anschaffung von Hardware im Haushaltsjahr 2019 – Digitale Smartboards für den Jahrgang 5 der Sekundarschule
  • Anschaffung eines persönlichen Dienstwagens für den Bürgermeister

Nach der Diskussion eröffnete der Bürgermeister Marco Schmunkamp die „Ratssitzung“.

Die Jugendlichen, die durch ihre Lehrkräfte im Vorfeld in „Parteien“ eingeteilt worden waren, setzen sich sehr engagiert mit den vorgegebenen Themen auseinander und im Anschluss an die lebhafte Diskussion kam es, unter den Augen der realen Politiker*innen, jeweils zu einer „Abstimmung“ unter den sechs Parteien. Nach dem regen Austausch einer Vielzahl von Argumenten meinte ein Schüler aus der 9b: „Ich finde es gut, dass wir in der Öffentlichkeit in der Rolle von Politikern über so viele verschiedene Themen diskutieren konnten und dass man uns zugehört hat.“

 

Artikel und Foto: Elvira Poppel

Fruits For Future

Abschlussklassen der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen initiieren nachhaltiges Klimaprojekt vor Ort

Das Foto zeigt folgende Personen von li.nach re.: Andrea Volk (Schulleiterin), Myriam Adams (Vorsitzende Förderverein), Rolf Sieben (Koordinator), Marion Ahaus (Didaktische Leiterin), Guido Steg (Dezernent Gemeinde Kreuzau), Schüler*innen des Jahrgangs 1

Die Abschlussklassen der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen verabschieden sich mit einem groß angelegten Klimaprojekt von ihrer Schule und leisten gleichzeitig einen beispielhaften Beitrag zum Erhalt unserer direkten Umwelt.

Die Idee gab Koordinator Rolf Sieben, ein Motto wurde schnell gefunden und die Schüler*innen waren mit Begeisterung bei der Sache. Vor Ort und vor allem dauerhaft etwas für das Klima tun, das war der Leitgedanke.

Ab diesem Schuljahr wird jede Abschlussklasse einen Obstbaum pflanzen, dessen Früchte der „Dürener Tafel“, dem „Sozialen Netzwerk Nideggen“ sowie den Hauswirtschaftskursen der Sekundarschule zur Verfügung gestellt werden. Die Freiflächen dienen zudem den Wildbienen als Futterplatz. Gepflegt werden die Bäume zukünftig von Schüler*innen des jeweiligen 9. Jahrgangs sowie der AG „Grüne Schule“.

 

Die Gemeinde Kreuzau und die Stadt Nideggen haben der Schule dankenswerterweise Grundstücke zur Verfügung gestellt, die in den kommenden Jahren sukzessive mit Obstbäumen bepflanzt werden. In Kreuzau befindet sich das Grundstück am Windener Weg neben der Rur, in Nideggen liegt die Wiese an der Schule. Jeder Baum wird mit einem Schild versehen, aus dem hervorgeht, welche Klasse ihn gepflanzt hat. Ein großes Hinweisschild dokumentiert die Sinnhaftigkeit des Projekts und nennt die Namen der Sponsoren.

In einer großen Pflanzaktion, unter Anwesenheit des Initiators Rolf Sieben, der Schulleiterin Andrea Volk, der Vorsitzenden des Fördervereins, Frau Myriam Adams, zahlreichen 10er Schüler*innen und Vertretern der Gemeinde Kreuzau sowie der Stadt Nideggen wurden die ersten sechs Apfel- und Birnbäume am 25.06.2019 in Kreuzau und Nideggen gepflanzt. Die Schilder wurden in Auftrag gegeben und werden im Herbst angebracht.

 

Die Sekundarschule Kreuzau/Nideggen bedankt sich ausdrücklich bei ihren Schüler*innen, allen Unterstützern und Sponsoren für die Initiierung und Umsetzung dieser großartigen Idee.

 

GIPS – zum fünften Mal in der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen

„Wie kommt man als Blinder in einer fremden Stadt zurecht?“ – „Sie sind verheiratet und haben Kinder?“ – Woher wissen Sie, ob Sie nicht kunterbunt angezogen sind?“

Diese und viele andere Fragen stellten die Schüler*innen der Sekundarschule Menschen mit Behinderung, die im Rahmen des GIPS – Projekts bereits zum fünften Mal an die Schule kamen. Das Projekt GIPS (Gehandicapten Informatie Project Scholen) stammt aus den Niederlanden und hatte dort 2016 sein 25-jähriges Bestehen und ist seit einigen Jahren auch in Deutschland vertreten. Ziel des Projekts ist es, gute Aufklärungsarbeit im Bereich körperlicher Beeinträchtigungen zu leisten.

Die ehrenamtlichen Trainer*innen sind Experten in eigener Sache, denen die Arbeit mit den Schulkindern Spaß macht. Es gelang ihnen spielerisch, den Schülern*innen aus zwei sechsten Klassen (Klasse 6a aus Nideggen und 6c aus Kreuzau) durch ein spezielles Sensibilisierungstraining Berührungsängste zu nehmen und zu zeigen, wie Menschen mit Behinderung ihr Leben meistern.

Nach der Begrüßung und Einführung wurden die Schüler*innen in Gruppen aufgeteilt. Kennzeichen der Gruppe war eine Kappe in einer bestimmten Farbe, die die Schüler*innen zur Erinnerung mit nach Hause nehmen durften. Während eine Gruppe sich in Gebärdensprache übte, nahm die zweite Gruppe an einem „Crash-Kurs“ in Brailleschrift (Blindenschrift) teil. Die nächste Gruppe probierte aus, wie man mit dem Mund malen kann und stellte fest, dass es kaum möglich ist, mit zitternden Händen zu schreiben. Auf dem Flur war eine Slalom-Strecke aufgebaut, die die Teilnehmer*innen der vierten Gruppe mit einem Rollstuhl bewältigen sollten. In einem Nebenraum entdeckten die Schüler*innen auf sehr anschauliche Art und Weise spielerisch, wie es ist, blind zu sein und sich mit Hilfe eines Blindenstocks sicher zu bewegen. Nach und nach tauschten die Gruppen, so dass jeder alle Stationen ausprobieren konnte.

Alle Schüler*innen hatten mit den Trainern viel Spaß und nahmen „nebenbei“ noch wertvolle Erfahrungen für ihr weiteres Leben mit.

Das ganze GIPS-Team bedankte sich ausdrücklich noch einmal per Mail für die hervorragende Gastfreundschaft in der Sekundarschule und Horst Boltersdorf (Leiter des Projekts) versprach, „alle Hebel in Bewegung zu setzen“, damit im nächsten Jahr alle Klassen der Jahrgangsstufe 6 am Projekt teilnehmen können.

Text und Fotos: Anita Engels

Ich heiße Julia und wie heißt du?

Kennenlerntag an der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen

Es war ein fröhlicher Empfang für die neuen Fünftklässler, die sich in Begleitung ihrer Eltern zum Kennenlernnachmittag in der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen trafen.

Für die 45 künftigen Fünftklässler*innen natürlich ein ganz spannender Tag. In welche Klasse komm ich wohl? Wer wird mein neuer Klassenlehrer? Sind meine Mitschüler auch nett? All diese Fragen verlangten nach Antworten. Die wurden dann auch im Laufe des Tages gegeben.

Nach einer kurzen Einführung durch Abteilungsleiterin Dagmar Dicks-Xarhakos wurden die Neulinge von ihrem Klassenlehrer Max Lück (5a) und ihrer Klassenlehrerin Stefanie Mewes (5b) in ihre Klassenräume geführt – zum Reinschnuppern und zum Kennenlernen. Mit von der Partie auch die jeweiligen Paten aus der jetzigen Jahrgangsstufe neun, die den neuen Schülern die erste Zeit in der noch ungewohnten Umgebung so leicht wie möglich machen sollen.

Während dessen erhielten die Eltern alle notwendigen Information über den Schulalltag an der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen. Es gab Einblicke in die Handhabung des Schulplaners, die Organisation der Lernzeiten, die Essensausteilung in der Mensa, die AGs und vieles mehr.

Nach dieser Phase trafen sich alle in der Mensa, in der bei Keksen und Getränken ein reger Austausch aller Beteiligten stattfand.

(Elvira Poppel)