Lea Hendrix ist die beste Vorleserin der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen

Der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels zählt zu den größten bundesweiten Schülerwettbewerben.

Am Mittwoch, den 13.12.2017, fand der diesjährige Vorlesewettbewerb der 6. Klassen an der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen am Standort Kreuzau statt.

Hierbei durften die Klassensieger im ersten Teil des Wettbewerbs den Zuhörern eine geübte Textstelle des Lieblingsbuches präsentieren. Die Kriterien für die Bewertung der Leseleistung setzten sich aus Lesetechnik, Textverständnis und Textgestaltung zusammen und wurden von einer dreiköpfigen Jury beurteilt, die aus der Abteilungsleiterin I/Frau Dicks-Xarhakos, Frau Aktan-Güster von der Kreuzauer Buchhandlung "Lesezeichen" und der stellvertretenden Schülersprecherin Fabienne Ecker-Nießen bestand. Im zweiten Teil des Wettbewerbs mussten die Klassensieger einen unbekannten Text vortragen.

Hierbei zeigte Lea Hendrix die beste Leseleistung und sie konnte den Titel der ersten Schulsiegerin erringen. Da Schulen mit Inklusionsschwerpunkt einen zweiten Schulsieger ermitteln können, wurde Leonard Kastrati als zweiter Schulsieger geehrt. Beide werden die Sekundarschule im Kreisentscheid 2018 vertreten. Hierfür wünschen wir beiden viel Erfolg!

Alle Teilnehmer durften sich als Gewinner fühlen, denn alle haben sich sehr angestrengt und hervorragend gelesen. Als Belohnung winkten Urkunden und eine Kleinigkeit zum Naschen. Die Buchpreise wurden von der Buchhandlung "Lesezeichen" gestiftet.

Für die Schulsieger, Lea Hendrix und Leonard Kastrati, überreichte Frau Aktan-Güster jeweils einen spannenden Buchpreis.

Die Veranstaltung war für alle Beteiligten ein Gewinn und eine gute Möglichkeit, das Leseinteresse unserer Schülerinnen und Schüler zu fördern.

Rechtsextremismus im neuen Gewand

Journalist Michael Klarmann zu Gast in Kreuzau

Einen sehr anschaulichen und beeindruckenden Vortrag hielt der Journalist Michael Klarmann (49) am 05.12.2017 in der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen vor Schülerinnen und Schülern der Klasse 10d sowie einem interessierten Fachpublikum. Sein Auftritt zum Thema „Erlebniswelt der Neonazis“ fand im Rahmen des im Unterricht zuvor besprochenen Themas „Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg“ und vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Diskussion hinsichtlich des Erstarkens (rechts)extremer Parteien statt. Klarmann ist ein hervorragender und anerkannter Kenner der nach wie vor sehr ausgeprägten rechten Szene in der Region Aachen – Düren – Heinsberg und arbeitet seit 2000 als selbstständiger Journalist für verschiedene Zeitungen und Magazine.

Als Einstieg wurde den Schülerinnen und Schülern, die während der gesamten 120 Minuten von Herrn Klarmann ständig mit einbezogen wurden, die Frage gestellt, was überhaupt unter Rechtsextremismus zu verstehen sei. Bereits hier wurde kontrovers diskutiert und deutlich, wie schwer eine Definition dieses scheinbar allen verständlichen Begriffes ist. Der Referent fasste in dem Zusammenhang zusammen, dass alle rechten Strömungen neben allen Unterschieden zumindest ein rückwärtsgewandtes Weltbild und eine rassistische Weltanschauung gemein haben.

Weiter ging es damit, dass fünf Fotos von Personen gezeigt wurden, bei denen die Zuhörer vermuten sollten, wer von diesen eine rechte Gesinnung habe und Nazi ist. Das Besondere daran war, dass exakt die Person, von der so gut wie alle dachten, dass sie einer rechten Partei angehört, Mitglied der Grünen ist und im kulturellen Bereich der Stadt Erkelenz arbeitet. Sehr transparent und plastisch wurde den Zehntklässlern also vor Augen geführt, dass vor allem die heutigen Neonazis nur noch selten direkt und optisch bereits als Nazis erkennbar seien und sich meist als „jugendlich cool“ präsentieren, um bei der jungen Generation besser anzukommen.

Der für die Schülerinnen und Schüler interessanteste Teil war jener, in dem es um die rechte Musikszene ging. Zunächst wurde der Musiktitel „Wir sind wieder da“ der Band Division Germania so dekonstruiert, dass klar wurde, warum der Song auf dem Jugendschutzindex steht. Danach spielte Michael Klarmann den Zuhörern ein Lied mit rechtsradikalem Gedankengut vor, dessen Melodie sich an einem bekannten Song der Interpreten Keisha und Pitbull orientiert. Auch hieran machte der Referent deutlich, dass die Nazis vor allem über zunächst harmlos wirkende Musik versuchen, an die Jugendlichen heranzukommen und sie so von „ihrer Welt“ versuchen zu begeistern.

Im zweiten Teil seines Vortrags ging er neben seiner interessanten und abwechslungsreich verlaufenen eigenen Vita und konspirativ organisierten rechten Konzerten dezidiert auf die rechte Szene in der Region ein und referierte darüber, wie es zum 2012 in Kraft getretenen Verbot der Vereinigung Kameradschaft Aachener Land kam. Ehemalige Mitglieder dieser Gruppierung gründeten kurz nach dem Verbot die Vereinigung Syndikat 52, welche bis heute vor allem in unserer Region aktiv ist.

Nach dem Vortrag waren sich alle einig, dass gerade solche Vorträge von außerschulischen Personen und Institutionen das System Schule stark bereichern und eine hohe Motivation zur Weiterbeschäftigung mit historischen, gesellschaftlichen und politischen Themen für die Lernenden darstellen. Der Schüler Sten Backasch war beispielsweise so gefesselt von dem Vortrag, dass er nach Unterrichtsschluss direkt zu seinen Großeltern fuhr, um ihnen davon zu berichten. Allein dieses Beispiel beweist, welch positiven nachhaltigen Eindruck Michael Klarmann an der Sekundarschule am Standort Kreuzau hinterlassen hat.

Tag der offenen Tür in Kreuzau erneut gut besucht

Überall zufriedene Gesichter

Am Samstag, den 02.12.2017, fand wieder einmal der traditionelle Tag der offenen Tür an der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen statt. Nachdem diese Veranstaltung am Standort Nideggen bereits im Oktober stattfand, zog am ersten Adventswochenende Kreuzau nach. Schulleiterin Andrea Volk konnte mit dem Verlauf sehr zufrieden sein, blickte sie doch in ausschließlich positive Gesichter, denen der abwechslungsreiche Morgen und Vormittag in Kreuzau gut gefallen hatte.

Die vorab groß angelegte Werbung in den verschiedenen Medien sorgte für eine sehr gute Resonanz und zahlte sich offenbar aus. Als Frau Volk am Morgen im voll besetzten Forum ihre Begrüßungsworte an die Gäste richtete, war kein einziger Stuhl mehr frei und es mussten spontan zusätzliche Sitzmöglichkeiten bereitgestellt werden. Genau wie in Nideggen nutzten die engagierten Kolleginnen und Kollegen die im Oktober stattgefundene Projektwoche dazu, zusammen mit den Schülerinnen und Schülern die vielfältigen Projekte vorzubereiten, um den Gästen am vergangenen Samstag als krönenden Abschluss das gesamte Spektrum der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen präsentieren zu können.

Zusätzlich zu den Projekten, die u. a. Namen wie „It’s christmas time - Weihnachtliche Englischwerkstatt“ (Frau Knipprath), „Liège – Begegnungen mit dem Nachbarland Belgien“ (Frau Schkrock), „Biber – Nationalpark Eifel“ (Frau Afflerbach), „Europa“ (Herr Sieben), „Ein Tag für Afrika“ (Frau Steinbrecher/Herr Yildirim) sowie „Schule ohne Rassismus“ (Frau Fortmann), um nur einige der 22 angebotenen Projekte zu nennen, stellten sich die einzelnen Bereiche der Schule wie das Gemeinsame Lernen (Herr Braun), die Schulsozialarbeit (Herr Gockel) und die Berufsorientierung (Frau Ludwig/Herr Anderseck) vor.

Damit auch jeder Gast die Chance erhielt, sich einen umfassenden Überblick über die große Schule und das große Gebäude, das seit letztem Jahr nur noch von der Sekundarschule alleine genutzt wird, zu machen, leiteten Führungen die interessierten Gäste über das Gelände und durch die Räumlichkeiten. Darüber hinaus  – und darauf ist Andrea Volk ganz besonders stolz – stellten sich an diesem Tag in Kreuzau jeweils mit einem eigenen Informationsstand die zahlreichen KURS-Partner der Schule (dies ist eine Kooperation von Unternehmen und Schulen), die vor allem für die ebenfalls anwesenden Schülerinnen und Schüler des 9. und 10. Jahrgangs interessant waren, die hier bereits erste Kontakte für eine Ausbildungsstelle knüpfen konnten.  Durch diese Vielfalt war sichergestellt, dass den Gästen auch das komplette Schulprofil („Nationalparkschule, Euregioprofilschule und Berufsorientierung“) präsentiert werden konnte.

Bei einem leckeren Stück Kuchen oder einer warmen Tasse Kaffee in der voll besetzten Cafeteria – die sich ähnlich wie die Tombola großem Andrang erfreute – ließen viele den Vormittag an der Sekundarschule ausklingen und nicht wenige nahmen sich vor, ihr Kind zu den Anmeldezeiträumen (19. – 23.02 sowie 26.02. – 16.03.2018) in Kreuzau oder Nideggen anzumelden.