Runder Tisch bringt Zusammenarbeit im Schulzentrum voran

Gemeinsam berieten am 09.10. Vertreter*innen von Schulleitungen, Lehrerkollegien, Schülerschaften, Elternpflegschaften, Schulsozialarbeit des Standorts Kreuzau der Sekundarschule Kreuzau-Nideggen und des Gymnasiums Kreuzau sowie der Gemeinde Kreuzau als Schulträger über die Entwicklung der Zusammenarbeit im Schulzentrum. Moderiert wurde der Runde Tisch von Frau Kempen und Frau Barvå vom schulpsychologischen Dienst des Kreises Düren.

 

Letztere stellten zu Beginn einen Ablaufplan für das 1½-stündige Treffen vor und luden dann die Teilnehmer*innen jeweils als Paare mit der gleichen Funktion an ihren Schulen dazu ein, auf unterschiedlichen Themenplakaten sowohl Erreichtes und gut Funktionierendes als auch offene Fragen und „Baustellen“ zu notieren. Nach einem anschließenden Austausch waren die insgesamt 14 Teilnehmenden gebeten, mittels Klebepunkten Prioritäten zu setzen, was vorrangig in Angriff zu nehmen sei. Anschließend wurden die zahlreichen Ideen zur Erweiterung und Verbesserung der Zusammenarbeit festgehalten und festgelegt, wer sich worum kümmern wird.

 

Insgesamt waren sich die Teilnehmenden einig, dass es in den letzten Jahren schon sehr erfolgreich gelungen sei, Konflikte zu minimieren, die gegenseitige Akzeptanz zu befördern und den Austausch und die Zusammenarbeit zu etablieren. U.a. wurden regelmäßige Treffen der für die Klassen 5 und 6 zuständigen Mitglieder der Schulleitungen, der jeweiligen Schulleiter*innen und ihrer Stellvertreter, die sehr intensive Zusammenarbeit der Schulsozialarbeiter*innen, die gemeinsamen Aktivitäten der 5. Klassen zu Schuljahresbeginn oder die gemeinsamen Grillfeste der Kollegien genannt.

 

Ausgesprochen eindeutig wurde das Thema „abwertende Aussagen gegenüber Lehrer*innen und Schüler*innen der anderen Schulform“ ganz oben auf die Prioritätenliste der zu bearbeitenden Probleme gesetzt. Auch wenn darauf verwiesen wurde, dass Phänomene wie Vorurteile und Etikettierungen im Sinne eines „wir und die anderen“ nie ganz vermeidbar seien, waren sich doch alle einig, dass sowohl mit einer Ausweitung von Zusammenarbeit und Begegnungen als auch mit einem konsequenten Eintreten gegen pauschalisierende Abwertungen und Gerüchte einer Verselbstständigung von Feindbildern entgegengewirkt werden müsse.

 

Zu den ins Auge gefassten Planungen gehören u.a. eine Schulung zum Thema Demokratiestärkung, ein intensivierter Austausch zwischen den Schülervertretungen, gemeinsame Aktivitäten für Schüler*innen beider Schulen sowie weitere Möglichkeiten der Begegnung und Zusammenarbeit von Lehrkräften.

 

Die etablierten Strukturen der Zusammenarbeit sollen selbstverständlich aufrechterhalten werden. Und der Runde Tisch soll – nach der Premiere 2016 und dem Zusammentreffen dieses Jahr – nun als feste Einrichtung etabliert werden: Ab jetzt will man sich einmal jährlich immer am Mittwoch vor den Herbstferien treffen.

Für Demokratie und Respekt

Peter Kirschbaum von NRWeltoffen Kreis Düren stellt Bildungsangebote in der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen vor.

vo. li.: Schulleiterin Andrea Volk, Lehrkraft Frau Banken, Lehrkraft Frau Steinbrecher, Peter Kirschbaum

Jeder Fall von Diskriminierung und Gewalt ist ein Fall zu viel. Daher hat sich die Landesregierung das Ziel gesetzt, mit einem Aktionsplan des Schulministeriums „Für Demokratie und Respekt – Entschieden gegen Diskriminierung und Gewalt“ Schulen dabei zu unterstützen, das friedliche und respektvolle Miteinander im Umfeld Schule zu fördern.
Auch wenn die Schule für die meisten Schüler*innen ein sicherer Ort ist und Fälle von Gewalt und Diskriminierung die Ausnahme bilden, ist es trotzdem wichtig, ausdrücklich für die Werte unseres demokratischen und freiheitlichen Rechtsstaats einzutreten und gegen jede Form von Diskriminierung und Gewalt vorzugehen.

 

Im Zusammenhang mit der bereits im Frühjahr an der Sekundarschule initiierten „Woche des Respekts“ war daher am 08.10.2019 Peter Kirschbaum vom Landesprojekt „NRWeltoffen: Lokale Handlungskonzepte gegen Rechtsextremismus und Rassismus“ zu Gast in der Lehrerkonferenz der Sekundarschule und stellte dem Kollegium die Arbeit des Bündnisses sowie Maßnahmen zur Rassismusprävention und Demokratiestärkung an Schulen vor. Der Kontakt zu Herrn Kirschbaum wurde hergestellt durch Valentina Steinbrecher, Ansprechpartnerin für interkulturelle Schulentwicklung an der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen.

 

Neben den Themen Rechtsextremismus und Rassismus wurden die Themen Diskriminierung, Demokratiebildung und Menschenrechtsbildung angesprochen, mit denen sich Schüler*innen in der nächsten „Woche des Respekts“ im Frühjahr 2020 im Rahmen von Workshops auseinandersetzen werden.

 

Welche Möglichkeiten von politischem Engagement und demokratischer Teilhabe gibt es, welche Handlungsmöglichkeiten gegen Rassismus und Diskriminierung im Alltag habe ich oder wie werde ich frühzeitig sensibilisiert, Rechtsextremismus im Internet zu erkennen? Dies sind nur einige der Fragen, denen gemeinsam mit Schüler*innen und Lehrer*nnen nachgegangen werden soll.

 

Unterstützt wird die Schule hierbei dankenswerterweise durch Mitarbeiter von NRWeltoffen des Kreises Dürens und dem SKF (Sozialdienst Katholischer Frauen).

 

Text: Marion Ahaus

Foto: Christiane Winkler

Eine Bauhütte für Kathedralen des 21. Jahrhunderts

Europa.Utopisch.Denken

Sekundarschüler aus Kreuzau und Nideggen als aktive Künstler zu Gast in der Bauhüttenwoche in Simonskall

Schüler*innen der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen wurde mit der Teilnahme an der Bauhüttenwoche in Simonskall die großartige Möglichkeit geboten, im Rahmen eines außerschulischen Projekts ihren Ideen für die Zukunft Ausdruck und Form zu verleihen.

 

Unter dem Thema „100 Jahre Bauhaus im Westen“ haben das NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft und die Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf, ein gemeinsames Projekt gestartet, in dessen Rahmen eine Woche lang besondere Workshops und Veranstaltungen speziell für junge Menschen in Simonskall angeboten wurden.
Vom 01.09.-07.09.2019 wurden die Sekundarschüler*innen unter professioneller Anleitung zu Mitgliedern verschiedener künstlerischer Werkstätten. Im Laufe der Arbeitswoche entstanden so eine Ausstellung und eine Theateraufführung, die am 07.09.2019 bei sonnigem Spätsommerwetter im gesamten Eifelort bestaunt werden konnten.

 

Die Straßen bedruckt mit Slogans wie „Kein Müll im Meer“, „Essen nicht schmeißen“ oder „Don’t forget the world?“, das Junkerhaus bestückt mit zahlreichen Plakaten und aus Alltagsmaterialien hergestellten Utopien, der Weg zur Marienkapelle dekoriert mit Texten aus der offenen Literaturwerkstatt – Simonskall erinnerte an eine große Kreativwerkstatt, in der die Schülerinnen und Schüler voller Elan ihrer Freude an der Welt von morgen künstlerisch Ausdruck verliehen.

 

Höhepunkt der Woche war ohne Frage die Inszenierung und Aufführung eines selbstgeschriebenen Theaterstücks, das die jungen Schauspieler*innen unter der Leitung der Profis Olaf Sabelus, Regisseur und Schauspieler, sowie Dominik Schiefner, Musiker und Schauspieler, Freitag Nachmittag an drei verschiedenen Stellen im Ort auf die Bühne oder, besser gesagt, „auf die Straße“ und „in die Scheune brachten“. Das begeisterte Publikum, bestehend aus Touristen, Gästen und Eltern der Schüler*innen war interaktiv am Geschehen beteiligt und belohnte die beeindruckende Aufführung mit viel Applaus und „standing ovations“.

 

„Wir danken der Sekundarschule, dass sie für unsere Kinder diese Woche organisiert hat“, war nur eine positive Reaktion der Eltern. Ein besonderer Dank gilt ebenfalls den beiden Kunstlehrkräften, Kerstin Lange und Reinhard Krämer, die die Schüler*innen in Simonskall betreut haben sowie der Sparkassen-Stiftung, durch deren Spende erst die Busfahrten von und nach Simonskall finanziert werden konnten.

 

Fotos: Reinhard Krämer

Text: Marion Ahaus