Kunst im Kasten

Kunstangebot für ALLE, die Lust auf Handwerk, Basteln, Bauen, Malen haben!

Kunst im weitesten Sinne

mit Corona, in der Zeit von Corona, gegen Corona

Ein Kunstwerk zum Anlass nehmen

Louise Nevelson (1899-1988)
Königliche Gezeiten IV (Royal Tide IV), 1959/60
zu sehen in der ständigen Ausstellung des Ludwig Museums in Köln

Im Internet finden alle das Objekt (Kunstobjekt) von der Bildhauerin Louise Nevelson

 

Einfach mal reinschauen bei Google oder anderen Suchmaschinen, um sich ein Bild zu machen!

 

„Louise Nevelson Königliche Gezeiten IV“

 

Kurze Beschreibung der Kunst von Louise Nevelson

In den Kästen hat Louise Nevelson hölzernen Abfall und Relikte alter Stilmöbel (etwa aus den Jahren um1959) kompositorisch angeordnet und befestigt: Bruchteile alter viktorianischer Kommoden, Teile von Schränken, Stühlen, Pulten und Tischen kombiniert sie mit anderen Teilstücken, seien es Klavierhocker, Toilettensitze, Konsolen oder Teile von Geländern. Fundstücke handwerklicher oder maschinell hergestellter Art, Strandgut des Meeres und gedrechselte Objekte fügt sie mit Teilen von Geräten, Säulen, Tennis- oder Baseballschlägern zu neuen, spannungsreichen Reliefkompositionen zusammen. In ihrer fremden Umgebung erhalten diese einfachen, trivialen Dinge des häuslichen Alltags einen ungewöhnlichen ästhetischen Reiz, regen durch ihre Vielfalt zu Assoziationen (Gedankenübertragungen) und neuen Seherlebnissen an.

 

Die goldene Farbe, mit der die Künstlerin ihre „Zusammenstellung“ dieser Teile überspritzt bzw. anstreicht, verleiht ihnen eine Kostbarkeit und fast sakrale Würde und weckt Erinnerungen an mittelalterliche Reliquienscheine oder vergoldete Schnitzaltäre. Eine Aussage der Künstlerin Louise Nevelson unterstreichen diese Absicht: „Ich möchte zeigen, dass auf der Straße aufgelesenes Holz wie Gold sein kann“ und „Gold war der wichtigste Gegenstand zu allen Zeitaltern; er ist universal.“

 

Zur eigentlichen Aufgabe für die Künstler der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen

 

Wir alle sollten uns trauen in dieser fast surrealen und für alle ungewöhnlichen Zeit, ein völlig ungewohntes „Denk-mal“ zu schaffen – im Sinne von Nevelson.

 

Jeder ist aufgefordert in einem Kasten, einer Kiste, einem Karton etwas Ähnliches nachzubauen.

 

Sammelt Fundsachen oder ganz bestimmte Dinge, die mit der, nennen wir sie „Corona-Zeit“, zu tun haben. Alle diese Dinge sollen in dieser Kiste (etwa so groß wie ein Schuhkarton) spannungsreich und kompositorisch angeordnet werden. Im Endeffekt heißt das: die Dinge werden ein- bzw. an-oder aufgeklebt oder geschraubt oder genagelt. (Bei Kartonkisten sollte man an eine Verstärkung denken, damit beim späteren Farbauftrag die Stabilität erhalten bleibt!)

Jeder findet jeden Tag und jede Stunde etwas, was ihn an die heutige Zeit erinnern wird und eine symbolische (sinnbildliche) Übertragung schafft, jeder hat eine Rumpelkammer, in der man Dinge finden kann:

  • Ein alter Seifenspender steht für „Hände waschen, alles wird desinfiziert“,
  • ein Füllfederhalter erinnert vielleicht an die Zeit, wo Schule zu Hause stattfindet oder stattfand.
  • Eine kaputte Uhr, Teile davon, symbolisieren die ablaufende Zeit im Kampf um Plätze…
  • Kugelschreiberstücke, Bleistiftreste für Texte, Gedanken, die man schreibt; Schrauben, Werkzeuge für die Arbeit, das Handwerk; Toilettenpapierrolle für unsolidarische Menschen, Medikamentenpackung für Krankheit/Gesundheit; Tickets für Urlaube, die ins Wasser gefallen sind, Erinnerungsstücke an geliebte Menschen, Dosen, Zigaretten, Bücherteile, ein Stück Stoff oder ein kleines Zelt sollen vielleicht an Flüchtlinge auch in dieser Zeit erinnern und so weiter und so fort. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Eure Ideen werden unübertroffen gut sein.

Hier hat jeder seine eigenen Einfälle, fast alles ist erlaubt. Eine Erklärung bleibt geheim.

 

Es ist eine Art, eine Möglichkeit, KUNST mal anders kennenzulernen, in dem sie selber erlebt wird.

 

Wenn auch nur wenige mit bauen, mitmachen, könnten am Ende diese Kästen und Kisten zu einem Gesamtkunst-Objekt zusammengestellt werden.

 

Natürlich soll alles in Weiß erscheinen, jeder Gegenstand, jede Kiste, alle Inhalte werden weiß (einfachste Wandfarbe, egal, Hauptsache weiß) angemalt – sozusagen als reine Farbe, einfach klinisch sauber. Dieses Gesamtkunstwerk könnte man später ausstellen und als Ergebnis einer gemeinsamen Aktion präsentieren.

 

Der ein oder andere wäre vielleicht sogar bereit, sein Kunstwerk zu „erklären“ oder zu interpretieren. Macht mit –vielleicht landet dieses gemeinsame Kunstwerk auch mal im Ludwig Museum in Köln oder in der Presse!

 

Viel Spaß dabei!