Schüler helfen Schülern – ein Nachhilfekonzept der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen

Ältere Schülerinnen und Schüler bieten Nachhilfeunterricht für die Klassen 5 bis 7 an

Seit einem halben Jahr gibt es an der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen das Projekt „Schüler helfen Schülern“ – kurz ShS genannt. Dort bieten ältere Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 und 10 (Tutoren), die im E-Kurs mindestens gute Noten haben, Nachhilfeunterricht für die Jüngeren in den Fächern Mathematik, Englisch und Deutsch an. Dieses von Lehrerin Elvira Poppel in Nideggen und Lehrer Jan Benz in Kreuzau organisierte Projekt ermöglicht durch eine Eins-zu-eins-Betreuung eine individuelle Nachhilfe, die sich direkt an den Lernschwierigkeiten der Schülerinnen und Schüler orientiert. Darüber hinaus besitzen die Tutor*innen eine große Nähe zu den Lernschwierigkeiten ihrer Mitschüler, da es für sie noch nicht lange her ist, dass sie vielleicht selbst vor den gleichen Problemen standen.

 

Der Unterricht findet jeweils dienstags und freitags nach 13.10 Uhr in den Räumlichkeiten der Schule statt, sodass niemand weite Anreisewege hat. Die Tutor*innen, die sich offiziell beim SkF (Sozialdienst katholischer Frauen) mit Motivationsschreiben, Lebenslauf und polizeilichem Führungszeugnis bewerben müssen, erhalten einen Arbeitsvertrag und einen geregelten Stundenlohn.

 

So entsteht ein produktives Lerntandem. Die Tutor*innen machen erste Berufserfahrungen, lernen Verantwortung zu übernehmen und können ihr Taschengeld aufbessern. Die Kinder aus den Jahrgangsstufen 5 bis 7 erhalten für nur 30 € pro Halbjahr individuelle und verlässliche Einzelnachhilfe.

 

An beiden Standorten findet der Unterricht, der in Kreuzau von Birgitt Kremser und in Nideggen von der Mitarbeiterin des SkF, Nadia Venten, koordiniert wird, regelmäßig statt.

 

„Mir macht der Unterricht mit Lukas richtig Spaß“, „meine Noten sind schon besser geworden“, so erzählen einige Schüler aus Nideggen. Helmut Heinen ist einer der sechs Tutoren aus Kreuzau. Er erzählt ebenfalls, dass ihm die Arbeit gefällt. „Ich finde das Projekt ganz toll, weil ich anderen Kindern helfen kann und selbst auch durch die Wiederholung viel lerne.“ An beiden Standorten beabsichtigen die insgesamt 20 Schülerinnen und Schüler, im nächsten Schuljahr wieder dabei zu sein. Schon jetzt liegen neue Anmeldungen von Tutor*innen aus den Klassen 8 vor.

 

Alle sind sich einig: ShS – ein Name macht Programm.