Nideggener Bürgermeister Marco Schmunkamp interviewt ehemalige Sekundarschülerinnen  „Schüler erklären mir „ihre“ Sekundarschule“

Zwei Schülerinnen erlauben in einem Interview einen Blick auf ihr Erfolgserlebnis mit ihrer Sekundarschule. Eine neutrale Qualitätsanalyse bescheinigt der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen eine herausragende Arbeit selbst im landesweiten Vergleich. Ich habe mich sehr intensiv mit dieser neuen Schulform auseinandergesetzt, den Vor- und Nachteilen. Ich war schon vor den bemerkenswerten Ergebnissen des 1. Abschlussjahrganges überzeugt, dass diese Schulform für uns in Nideggen die richtige ist. Doch trotz alledem werde ich als Bürgermeister oft mit überaus kritischen Rückfragen zu dieser neuen Schulform konfrontiert. Sich in der Tiefe mit allen Argumenten auseinanderzusetzen ist sicherlich für alle Beteiligten auch eine Herausforderung und das Schuldeutsch in das eigentliche Deutsch zu übersetzen ist dann noch zusätzliche zu stemmen. Ich habe versucht in einem Interview neben den mir bekannten und überzeugenden Sachargumenten die Sichtweise zweier zufällig ausgewählter Abgangsschülerinnen zu erfragen und auf normaldeutsch zu erfahren, wie sie diese Schule erlebt haben und ob die Vorbehalte in der Bevölkerung doch berechtigt sind.

Irina Assenmacher und Chantal Franzen, beide noch 16 Jahre alt und aus Nideggen, haben die Sekundarschule am Standort Nideggen im letzten Sommer jeweils mit der Qualifikation zum Abiturabschluss nach der 10. Klasse verlassen können. Dabei konnten die Voraussetzungen unterschiedlicher nicht sein.

Chantal startete mit einer Hauptschulempfehlung und „keinem Bock auf Lernen“. Sie erarbeitete sich mit ersten Erfolgen eine gewisse „Lust am Lernen“ und besucht heute das kooperierende Nelly-Pütz Berufskolleg mit dem Ziel nach drei Jahren Abitur zu erhalten und nach 4 Jahren staatl. anerkannte Erzieherin zu werden. Das anschließende Studium hat sie fest im Blick.

Irina hingegen war mit einer entsprechenden Empfehlung eineinhalb Jahre auf dem Gymnasium, da dort auch ihre Freundin hinging. Dort „wurde meistens schnell und unübersichtlich“ aus ihrer Sicht gelernt. „Wer nicht mitkam, hatte Pech“. Dieses Pech ereilt sie dann auch, „die Noten wurden schlechter“ und „die Motivation zu Lernen war nicht da“, denn sie wollte zu dem Zeitpunkt „einfach nur spielen“. Nach dem Halbjahreszeugnis entstand der Wunsch auf die Sekundarschule zu wechseln, da dort auch Bekannte von ihr waren und sie „einfach einen Neustart“ wollte. „Das Tempo war dann nicht mehr so hoch wie bei G8“ und „es wurde auf einmal nachgefragt, ob man es verstanden hat und wenn nicht dann wurde nochmal erklärt.“ Sie erzählt weiter: „an der Sekundarschule hatte ich wieder Lust zu lernen, da hat es wieder Spaß gemacht.“ Heute besucht sie das ebenfalls kooperierende Berufskolleg der Kaufmännischen Schulen in Düren und wird die Ausbildung zur Kosmetikerin inkl. Fachabitur absolvieren.

Beide Ausgangssituationen konnten unterschiedlicher kaum sein, doch haben beide mehr als die erwarteten Ziele erreicht, trotzdem dass sie mit unterschiedlichen Leistungsstärken in einer Klasse zusammen unterrichtet wurden. Chantal beschreibt, dass sie sich gut gefühlt hat, „wenn ich helfen konnte und als ich gerade zu Anfang selbst Hilfe bekam“ und erntet uneingeschränkten Zuspruch von Irina. Noch heute lebt sie diese Hilfe an der neuen Schule. Und beide fühlen sich „gut vorbereitet für die anstehenden Aufgaben“. Nicht nur schulisch, sondern gerade auch in Bezug auf die berufliche Orientierung. Der mindestens monatlich anwesende Berufsberater „war sehr hilfreich“ und wurde nach Anmeldung bei den Lehrern in Anspruch genommen. Ebenfalls haben die besuchten Praktika in Firmen und Hospiztage an möglichen Folgeschulen geholfen sich zu orientieren und Zukunftsideen zu entwickeln oder zu verwerfen.

Auf Nachfrage, was sie nun an den neuen Schulen am meisten vermissen, sprudelt aus Beiden fast zeitgleich der Begriff „Lernzeitstunden“. Dreimal pro Woche gab es an der Schule die Möglichkeit in separat ausgewiesenen Stunden die Aufgaben „nochmal vom Lehrer erklärt zu bekommen“. „Dadurch hatte man mehr Zeit sich mit Freunden zu treffen und seinen Hobbies nachzugehen“ beschreibt Irina den großen Vorteil der nun nicht mehr notwendigen Hausaufgaben. Chantal ergänzt: „es war erleichternd, dass man zu Hause sich nur noch dem Lernen widmen musste und keinen Aufgaben mehr. Das hat einem keinen Stress gemacht“.

Dicht gefolgt erwähnten Beide, dass sie die Schulplaner vermissen, in denen man mehr für sich festhalten konnte. Jetzt gäbe es „nur noch ein Hausaufgabenheft“ sagt Irina und Chantal ergänzt, dass sie sich am PC zu Hause die helfende Übersicht nun selbst erstellt.

Positiv erwähnt wurde noch das ausgiebige Sprachangebot und deren Anwendung durch Austausche mit Partnerschulen und Gastfamilien, z.B. in London. „Da hat man sich auch mal getraut, das Erlernte anzuwenden“.

Zur Ausstattung befragt lobten beide die „Flexibilität der Smartboards“. Dort konnte man „schnell mal was im Unterricht nachschauen“. „Heute haben wir wieder Kreidetafel und einen Beamer“ bedauert Chantal und Irina berichtet wenigstens von einem Whiteboard, „an dem man jedoch nichts nachschauen kann“. Das Angebot und die Preise in der Mensa animierten beide diese zu nutzen, auch wenn Irina ergänzt: „es war nicht wie bei Mutter aber ich habe es genutzt, es war ok“.

Und wie an jeder anderen Schule war ein Highlight die Abschlussfahrt, deren Details natürlich nicht verraten wurden.

 

Nach ihrem Fazit befragt, schwärmt Irina: „das war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte!“ Chantal resümiert: „Ich vermisse die Zeit und bin meinen Eltern dankbar dafür, dass Sie mich da angemeldet haben und nicht woanders.“

 

Als ich erfuhr, dass Chantal zwischenzeitig nach Düren verzogen ist und ihre Eltern trotz einer Abfahrtszeit mit dem Bus um 06:20 Uhr nun auch ihren Bruder aus Düren und perspektivisch die Schwester nach Nideggen an die Schule entsenden, wird mein positives Bild aus dem Interview abgerundet. Es zeigt mir auf, dass diese gut ausgestattete Schule es schafft jeden Schüler nach seinem individuellen Bedarf abzuholen und für ein außergewöhnliches Lernergebnis zu  sorgen, ohne  dabei zu vergessen, dass Kinder zwischendurch auch Kinder sein wollen. Es zeigt auch aus Sicht der Schülerinnen und Schüler noch einmal auf, dass die oftmals kommunizierten Vorbehalte größtenteils nicht mehr zutreffen.

 

Das Interview wurde geführt und dokumentiert von Herrn Bürgermeister Schmunkamp am 12.02.2019 im Rathaus der Stadt Nideggen.

Kreismeister Fußball

Wir gratulieren den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 5 und 6 zum Vize-Kreismeister sowie den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 7 und 8 zum Kreismeister im Fußball! 

„Mach was draus – sei Zukunft!“

Begegnung mit Jugendlichen aus El Salvador an der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen und dem Gymnasium Kreuzau im Rahmen der MISEREOR Fastenaktion 2019

Am 22.03.2019 in Kreuzau und am 25.03.2019 in Nideggen.

 

Wie schütze ich Jugendliche vor Bandenkriminalität und Gewalt? Was bedeutet eine gut funktionierende Familie für Kinder? Wie schaffe ich berufliche und private Perspektiven in einem Land, das mit schwerwiegenden Problemen wie Armut, Gewalt und Korruption zu kämpfen hat?

 

Junge Menschen haben es in El Salvador nicht leicht, viele leben in beengten Verhältnissen, die Jugendarbeitslosigkeit ist hoch und kriminelle Banden locken mit Geld und Macht. Wie ist trotzdem Wandel möglich und wie können junge Menschen ihre Potenziale entfalten und Verantwortung für sich und ihre Lebenswelt übernehmen?

 

All diese Fragen versuchten der Medizinstudent Fernando Manuel Renderos Arrué und der Finanzdirektor von FUNDASAL, Julio Eduardo Meléndez Núnez, den Schülerinnen und Schülern der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen sowie des Gymnasiums Kreuzau zu beantworten. In jeweils 90minütigen Vorträgen gaben die MISEREOR Botschafter in beeindruckender Weise einen Einblick in ihre Arbeit bei FUNDASAL. Unterstützt wurden beide in hervorragender Weise durch die Dolmetscherinnen Frau Roswitha Strauch und Frau María Cristina Haack.

 

Die Organisation FUNDASAL unterstützt Kinder, Jugendliche und ihre Familien, die sich ein sicheres Zuhause auf dem Land aufbauen wollen. MISEREOR, die Projektpartner und die jungen Menschen in El Salvador machen sich gemeinsam stark für ein lebenswertes Umfeld und ein friedliches Miteinander. So kam Fernando Renderos bereits mit 5 Jahren, nach dem Tod seines Vaters, zur Organisation und ist bis heute geblieben. „Das Engagement ist mir in Fleisch und Blut übergegangen. Ich kann nicht anders, als den anderen das zu geben, was ich selbst erhalten habe.“ Früher selbst Schutzsuchender, bietet er heute als Freiwilliger workshops für Kinder und Jugendliche sowie sportliche und kulturelle Aktivitäten bis hin zu Mathematik-Kursen an. Er wünscht sich sehr, seine Erfahrungen an möglichst viele Jugendliche weiterzugeben. Für ihn ist die Tatsache, dass für die Kinder in El Salvador kein würdiges Leben möglich scheint „ein Missstand, der zum Himmel schreit.“

 

Die Kreuzauer und Nideggener Schülerinnen und Schüler – von den 7. und 8. Klässlern der Sekundarschule Kreuzau bis zu den Schülern der Oberstufe des Gymnasiums, die ihren Gast z.T. auch auf Spanisch befragten –waren zutiefst beeindruckt von den lebhaften und z.T. drastischen Schilderungen und stellten immer wieder interessiert Fragen oder äußerten ihr Erstaunen und ihre Bewunderung über die Arbeit bei FUNDASAL.

 

„Das kann Unterricht nicht leisten“, waren sich die Lehrkräfte einig, die die Schülerinnen und Schüler im Religions-, Philosophie oder Spanischunterricht Unterricht auf den Besuch aus El Salvador vorbereitet hatten.

 

Der Dank der Sekundarschule und des Gymnasiums geht an alle Akteure - die Dolmetscher, die Botschafter, die Organisatoren und Freiwilligen, und vor allem an das Aachener Büro von MISEREOR, das den Besuch erst möglich gemacht hat.

Karneval an der Sekundarschule Kreuzau – Krözau Alaaf!

Die Karnevalsfeier 2019 für die 5. Jahrgangsstufe fand in diesem Jahr wieder traditionell am Mittwoch vor Weiberfastnacht statt. Die AG „Schöne Schule“ aus dem Jahrgang 9 hatte Orden für besonders fleißige und zuverlässige Schüler*innen des Jahrgangs 5 sowie bunten Schmuck für das Forum vorbereitet. Die aufgeregten und „jecken“ Fünftklässler erschienen mit selbstgebastelten Partyhüten und präsentierten ein selbstständig erdachtes sowie kreatives Programm, das von den gut vorbereiteten Moderatorinnen Alina und Lorena aus der Klasse 5d begleitet wurde. Es wurden Tanzchoreographien gezeigt und Sketche vorgespielt und zur Freude aller wurde jeder Auftritt mit der Krözauer Rakete belohnt.


Ein Highlight war der Besuch des Kinderprinzen Constantin I. aus der Karnevalsgesellschaft Ahle Schlupp in Kreuzau. Er brachte eine tolle Rede und Kamelle für die Kinder mit. Der Karnevalsnachmittag endete mit dem Fliegerlied, das alle Kinder dazu einlud auf der Bühne zu tanzen und zu singen. Die Karnevalsfeier war für alle Beteiligten eine schöne Einstimmung auf die Karnevalstage und soll weiterhin Tradition an der Schule bleiben.

 

Ein besonderer Dank geht an unseren Gast, den Kinderprinzen Constantin I. und an die Helfer*innen aus der Jahrgangsstufe 9 +10, die für eine gute Stimmung, die Vorbereitung sowie für den Abbau zuständig waren.

SEK – Sei Ein Karnevalsjeck

Karneval an der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen

 

Am 28.02.2019 wurde an der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen wieder fröhlich und friedlich Karneval gefeiert. Organisiert wurde die gesamte Feier von der Lehrerin Stefanie Mewes mit Unterstützung ihrer Kollegin Elvira Poppel.

Es gab von den Klassen 5a und 7a Tänze. Die Sketche der Klasse 6a begeisterten die Zuschauer und die Klasse 7a forderte die Lehrer und Lehrerinnen zu einem Tanz heraus. Diese Aktion wurde perfekt von den Schülerinnen Tabatha Philippen und Nelly Wilden geleitet. Anschließend gab es eine Siegerehrung mit Orden für die besten Tänzer. Der Gewinner war eindeutig der Lehrer Stefan Kahles.

Auch der Bürgermeister Marco Schmunkamp begrüßte die Schüler herzlich und nahm teil am närrischen Treiben. Die Musikanlage der KG Burgjecke sorgte unterstützt vom Vorstand der KG Burgjecke Renè Esser und den Schülern Jonas Gerling, Jannik Emonds und Nicholas Ramm für beste Karnevalsmusik.

Auch der Stopp-Tanz der Lehrer und Lehrerinnen machte allen großen Spaß. Hier erhielt die Sonderschulpädagogin Karina Krieger verdient den Siegerorden.

Der Elferrat führte unter der Leitung von Stefanie Mewes erfolgreich durch das Programm.

Zur Stärkung gab es ein reichhaltiges Brötchen- und Berlinerbüffet, das die Klasse 8a mit Unterstützung der Lehrerinnen Elvira Poppel und Hanni Schmitz-Pirig sowie dem Schüler Lukas Schieffer (10 a) zubereitet hatte.

Um 11.00 Uhr wurde die Feier mit einem bunten Kamelleregen beendet und alle freuen sich sicherlich auf das nächste Jahr.

 

Artikel: Elvira Poppel

Sucht- und Drogenprävention im Rahmen der regelmäßigen Gesundheitserziehung

Jugendliche machen heutzutage die erste Erfahrung mit Alkohol mit 14,9 Jahren (BZGA 2017). Daher fand pünktlich kurz vor Karneval auch in diesem Jahr wieder das Alkohol- und Suchtpräventionsprojekt in allen 8er-Klassen der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen statt. Wie in den Jahren zuvor, wurde das Programm durchgeführt von Jens Musche, ausgebildetem Sucht- und Drogenberater, und einem Mitglied der Anonymen Alkoholiker. Dieser ließ die Schüler*innen an seiner eigenen Geschichte teilnehmen. Die Schüler*innen hörten den authentischen Schilderungen gespannt zu und durften jederzeit Fragen stellen.

 

Zusammen mit der Schulsozialarbeit bemühen sich alle Lehrkräfte der Sekundarschule darum, an ihrer Schule ein realistisches Bild von Erscheinungsformen und Entstehungsbedingungen süchtigen Verhaltens zu vermitteln, Fragen, Sorgen und Probleme ihrer Schülerinnen und Schüler ernst zu nehmen, sich ihrer eigenen Vorbildfunktion bewusst zu sein und den Unterricht und das Schulleben nach gesundheitsförderlichen Gesichtspunkten zu gestalten. Wie bei vielen pädagogischen Bemühungen sind jedoch auch bei der Suchtprävention sichtbare Erfolge nur selten schon kurzfristig zu verzeichnen.

 

Umso wichtiger sind suchtpräventive Bemühungen mit außerschulischen Partnern. Nach einem anfänglichen Quiz über Alkohol besprachen die Schüler*innen den allgemeinen Suchtverlauf, befassten sich mit wirklichkeitsnahen Fallbeispielen und ordneten diese den verschiedenen Stadien der Sucht zu. Neben den Auswirkungen und Folgen von Alkoholkonsum besprachen sie auch den Konsum von illegalen Drogen, wie beispielsweise Cannabis.

 

Die Schule dankt Jens Musche und seinem Begleiter für die lehrreichen Tage und die gute Zusammenarbeit. Ein Schüler der Klasse 8 fasste es folgendermaßen zusammen: „Die Trainer wollten uns den Alkohol nicht ausreden… sondern sie wollten uns darüber aufklären, was er mit uns und unserem Körper macht….. und warum man etwas macht, was man nüchtern nie tun würde.“

 

Die verstärkten suchtpräventiven Bemühungen sind ganz sicher auch mitverantwortlich für die allgemein positiven Veränderungen im Gesundheitsverhalten von Jugendlichen.

 

Artikel: Anne Ruland

Kooperation zwischen der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen und der Firma Metsä Tissue

Betriebserkundung der Klasse 8a der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen bei der Firma Metsä Tissue

Am Freitag, den 01.02.2019 wanderte die Klasse 8a bei strahlendem Sonnenschein von Nideggen nach Kreuzau, um im Rahmen von KURS            (Kooperation mit Unternehmen der Region und Schule) den Betrieb der Firma Metsä Tissue zu erkunden.

Begleitet wurden die Jugendlichen von ihrer Klassenlehrerin Elvira Poppel und Frank Schüsseler, dem Vater eines Schülers, der die Gruppe sicher und ortskundig durch die Felder über den knirschenden Schnee nach Kreuzau führte.

Im Werk wurde die Klasse 8a von Ausbildungsleiter Jens Kiesewetter freundlich empfangen und zunächst über alle Sicherheitsvorkehrungen informiert. Herr Kiesewetter gab einen kurzen Überblick über das 1868 von der Familie Strepp errichtete Werk, welches 1999 ein Teil von Metsä Tissue wurde. Das Werk verfügt über vier Tissue-Papiermaschinen, neue Verarbeitungsanlagen sowie eine Deinking-Anlage, die die Druckfarbe aus Altpapier entfernt. Im Werk Kreuzau werden Toilettenpapier, Haushaltstücher und Industrierollen hergestellt.

In folgenden Berufen können sich die Jugendlichen nach ihrem Schulabschluss an der Sekundarschule bewerben: Papiertechnologie m/w, Industriemechaniker m/w, Elektroniker für Betriebstechnik m/w, Maschinen- und Anlagenführer m/w, Industriekaufmann/frau und Medientechnologie m/w. Natürlich können die Schüler*innen auch ihr Praktikum bei Metsä Tissue absolvieren.

Anschließend teilten zwei Auszubildende des Papierherstellers an alle Teilnehmer*innen  Sicherheitswesten, -kappen und -brillen aus. Als alle gut ausgestattet waren, ging es gespannt zur Betriebsbesichtigung. Besonderen Spaß hatten alle Teilnehmer*innen an den bunt bedruckten Toilettenpapierrollen, von denen auch jeder eine Rolle als Souvenir mitnehmen durfte, nachdem sich die Gruppe bei einem kurzen Feedback mit Keksen und Getränken stärken konnte.

Besonderer Dank gilt Herrn Kiesewetter, der die Besichtigung organisiert und durchgeführt hat und Herrn Frank Schüsseler, der als zusätzliche Aufsichtsperson den informativen Unterrichtsgang mit unterstützt hat.

 

Artikel: Elvira Poppel

Spannende Forschertage für die Grundschulen Nideggen an der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen

„Wer möchte nicht gerne ein kleiner Entdecker sein?“

Diese Frage führte zur Durchführung der ersten Sekundarschulforschertage für Nideggener Grundschüler*innen am Schulzentrum in Nideggen.

An drei Vormittagen im Januar 2019 forschten die Grundschüler*innen der 4.Klassen aller Teilstandorte mit den Schüler*innen des WP Kurses NW des 10. Jahrgangs der Sekundarschule gemeinsam. Es wurden spannende Experimente mit Wasser, Luft und Feuer durchgeführt. „Was ist Luft?“, fragte z.B. Chemielehrerin Ulla Hippe. „Man kann sie nicht sehen, aber fühlen“, erklärte sie bevor es ans Experimentieren ging. Zunächst sollten die Forscher eine Spritze mit einem Stopfen verschließen und versuchen, sie zusammen zu drücken. „So zeigen wir, dass da nicht nichts ist“, erläuterten Johann Pfeifer und Lukas Friesen aus dem WP-Kurs NW, den Grundschüler*innen den Sinn des Experiments. Eine weitere Herausforderung bestand darin, einen Taucher tauchen zu lassen ohne dabei nass zu werden.

Jetzt durften die Grundschüler*innen selbst mit Luft, Kohlenstoffdioxid und Feuer experimentieren. Sie mussten zur großen Freude aller z.B. ein Feuer löschen.

Zum Abschluss fertigten alle eine „Badekugel“ an und gewannen so auch einen Einblick in die Chemie des Alltags. Stolz nahmen die kleinen Forscher ihre Seife mit nach Hause. Für ihren Einsatz an diesem Tag erhielten die Viertklässer zusätzlich noch einen Forscher-Ausweis. Die Forschertage wurden zusätzlich unterstützt von Chemielehrerin Susanne Sagenschneider und den Klassenlehrerinnen der Grundschüler*innen Frau von Wersch, Frau Bos und Frau Bindels. Herzlichen Dank!

 

Artikel und Fotos: Ulla Hippe